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    EgyptAir-Absturz: Mehrere Störungsmeldungen schon vor letztem Flug - Medien

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    Das satellitengestützte Kommunikationssystem ACARS hat bereits einen Tag vor dem Absturz der ägyptischen EgyptAir-Passagiermaschine über dem Mittelmeer mindestens drei technische Störungen registriert, wie die Zeitung Le Parisien schreibt.

    Verdächtigte Signale wurden laut der Zeitung sowohl beim Abflug der Maschine aus Asmara, der Hauptstadt von Eritrea, aus Tunis sowie aus der ägyptischen Hauptstadt Kairo gemeldet. Experten hätten dann jedoch nichts Verdächtiges gefunden. Auch die Flugzeugbesatzung habe keine besonderen Bedenken über die Funktionstüchtigkeit der Flugzeugsysteme geäußert. Darum habe die Maschine ihre Flüge weiter fortgesetzt, schreibt das Blatt.       

    Einen Tag vor dem Absturz am 19. Mai hatte das Flugzeug sechs Flüge mittlerer Reichweite absolviert. Zuletzt war die Maschine auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle gelandet, hatte sich dort 67 Minuten aufgehalten und war am 18. Mai von dort aus nach Kairo abgeflogen. 

    Den Absturz der EgyptAir-Maschine über dem Mittelmeer könnten laut einem Bericht der Zeitung The Wall Street Journal (WSJ) Reaktionen der Piloten, die von einer falschen Rauchmeldung ausgelöst wurden, verursacht haben. Die Piloten hätten nach der Fehlmeldung möglicherweise entsprechend der Anleitung für Notfälle gehandelt, was seinerseits das Abschalten der wichtigsten Sicherheitssysteme des Flugzeuges nach sich zog, so der WSJ-Bericht. 

    Am 1. Juni soll das französische Suchschiff „La Place“ im Mittelmeer Signale empfangen haben, die vermutlich von einem der Flugschreiber des verunglückten Airbus A320 stammen.

    Die Passagiermaschine der EgyptAir befand sich am frühen Morgen des 19. Mai auf dem Flug MS804 von Paris nach Kairo, als sie über dem Mittelmeer von den Radarschirmen verschwand. Am Folgetag wurden etwa 290 Kilometer nördlich von Alexandria erste Wrackteile im Meer entdeckt.

    Alle 66 Personen an Bord der Maschine, darunter zehn Crew-Mitglieder, kamen offenbar bei dem Absturz ums Leben.

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    technische Störungen, Airbus A320, Suchschiff La Place, Fluggesellschaft EgyptAir, Le Parisien, Tunesien, Eritrea, Mittelmeer, Ägypten, Frankreich