03:54 24 November 2020
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    Kriminelle Gruppierungen nutzen die Minihäfen an der Küste Großbritanniens, um Hunderte Flüchtlinge ins Vereinigte Königreich überzusetzen, berichtet die Zeitung „Telegraph“.

    Der Zeitung zufolge werden vor allem die kleinen Häfen ausgewählt, die nicht kontrolliert werden. Das Europäische Polizeiamt Europol zählt momentan 13 „Schmuggler-Hotspots“ in Großbritannien.

    Diese Informationen waren erschienen, nachdem David Bolt, der Chef der britischen Grenzbehörde, mitgeteilt hatte, dass die Grenzdienste keine Informationen über die Boote und deren Passagiere einziehen, die nach England einreisen.

    Es sei sehr schwer für England, wegen der eingeschränkten Ressourcen seine eigenen Grenzen zu schützen, so Rob Wainwright, der Direktor des Europäischen Polizeiamtes.

    Am Montag seien zwei Briten wegen Menschenschmuggels vor Gericht gestellt worden, die in der Nacht auf Sonntag zusammen mit 18 albanischen Flüchtlingen an der Südküste in Kent festgenommen worden waren, so die Zeitung „Telegraph“. Außerdem seien vorige Woche 17 Migranten im Hafen von Chichester an der Kanalküste verhaftet worden.

    Nach den Angaben der National Crime Agency (NCA) verlangen die Schmuggler von den Flüchtlingen mehr als 10.000 Pfund (etwa 13.000 Euro), um die englische Grenze zu passieren.

    Seit Anfang des Jahres seien 194.600 Menschen in Europa angekommen, so die Angaben der Internationalen Organisation für Migration. Dabei seien 1.475 Menschen gestorben.

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    Tags:
    Schmuggler, Migranten, Europol, Europa, Großbritannien