17:05 01 April 2020
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    Die Ex-Frau des im US-Bundesstaat Michigan erschossenen Martin Duram ist davon überzeugt, dass ihr Papagei vor dem tödlichen Zwischenfall etwas aufgeschnappt hat, das er seitdem wiederholt. Nun muss sich die Justiz fragen, ob der Vogel als Zeuge aufgerufen werden kann, schreibt „The Guardian“.

    „Ich weiß von keinem rechtlichen Präzedenzfall für so etwas“, sagte der Staatsanwalt im Bezirk Newaygo County, Robert Springstead, gegenüber AP. Allerdings schloss er nicht aus, dass die „Aussage des Papageis“ bei den Gerichtsverhandlungen in Erwägung gezogen werden könnte.

    Dabei könnte jedoch die Vereidigung einige Probleme bereiten. Der Richter bittet normalerweise einen Zeugen, die rechte Hand zum Schwur zu erheben. Was solle aber ein Papagei in diesem Fall erheben? „Einen Flügel oder einen Fuß?“, fragt Springstead.

    Im Mai 2015 wurde auf den 45-Jährigen Duram in dessen Haus fünf Mal geschossen. Seine Frau Glenna Duram erlitt laut „The Guardian“ eine Kopfwunde, überlebte jedoch.

    Der afrikanische Graupapagei Bud gehört allerdings der Ex-Gattin des Mannes, Christina Keller. Dieser wiederholt die letzten Worte des Opfers: „Nicht [Schimpfwort] schießen“, sagte Keller dem Sender WOOD-TV. Doch Staatsanwalt Springstead erklärte, er habe die Papageienworte noch gar nicht gehört. Zwar habe er über sein Smartphone und das Internet versucht, darauf zuzugreifen. Doch der Audio-Spieler funktioniere nicht.

    In dem Fall gab es bisher keine Anklage. Zum Tod von Duram wird noch ermittelt.

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    Mord, Gericht, USA