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22:50 19 Juli 2019
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    Geheimdienst SBU verfaftet den Franzosen

    Neue Details zur Festnahme von terrorverdächtigem Franzosen in Ukraine

    © REUTERS / Ukraine's State Security Service
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    Journalisten haben neue Details zur Verhaftung eines französischen Terrorverdächtigen in der Ukraine erfahren, der Anschläge bei der Fußball-EM in Frankreich geplant hatte. Der Franzose heißt Gregoire Moutaux und ist 25 Jahre alt, schreibt the Daily Mail.

    Der junge Franzose komme aus der Stadt Bar-le-Duc im Nordosten Frankreichs. Er sei islamfeindlich und antisemitisch, so the Daily Mail.

    Nach der Festnahme durchsuchte die Polizei seine Wohnung in Frankreich. Die Beamten fanden T-Shirts mit Emblemen einer rechtsextremen Gruppe, fünf Sturmhauben und Sprengstoff.

    Der 25-Jährige habe versucht, zahlreiche Waffen sowie fünf Kalaschnikow-Sturmgewehre, zwei Granatwerfer, mehr als 5.000 Patronen und 100 Kilogramm Sprengstoff über die Grenze nach Polen zu schmuggeln, teilte der Geheimdienst SBU in Kiew mit.

    Am 21. Mai wollte der Franzose mit seiner Ladung per Auto die Grenze überqueren, wurde aber verhaftet. Er sagte, er habe aus Protest gegen „Masseneinwanderung, die Ausbreitung des Islam und die Globalisierung“ in Frankreich Moscheen und Synagogen angreifen wollen, aber auch Finanzämter und „viele andere Plätze“, zitiert die Süddeutsche Zeitung den ukrainischen Geheimdienstchef Wassil Hrytsak.

    Laut der Zeitung sieht es auf den ersten Blick nach einer Sensation im Kampf gegen den Terror aus. Hrytsak verkündete am Montag in Kiew, es sei gelungen, „eine Serie von 15 Terroranschlägen zu verhindern, die auf dem Territorium Frankreichs während der Fußball-EM 2016 geplant waren“. Es gebe aber einige Zweifel, so die Zeitung.

    SBU-Offiziere hätten dem Franzosen geholfen, die Waffen zu kaufen, ihm auch eine Ausfuhrgenehmigung besorgt und im Laufe von sechs Monaten jeden seinen Schritte dokumentiert. Die französischen Ermittler können aber „keine terroristische Spur“ finden. Zurzeit untersuche die zuständige Staatsanwaltschaft in Nancy (und nicht die auf Terror spezialisierte Sonderstaatsanwaltschaft in Paris) den Fall wegen des Verdachts auf illegalen Waffenhandel, schreibt die Süddeutsche Zeitung.

    Laut Journalisten ist diese Region schon seit langem für den Transport aller Arten von Waffen aus Osteuropa und Libyen bekannt. Die Frage bleibt aber offen: Wohin wollte der Franzose all die Waffen liefern?

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    Terrorbekämpfung, Waffen, Terroranschläge, Euro-2016, Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU), Ukraine, Frankreich