11:43 14 Dezember 2019
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    Wrackteile der in der Ukraine abgestürzten Passagiermaschine MH17

    MH17-Absturz: Deutscher Privatdetektiv besaß „brisante Unterlagen“ – Medien

    © AFP 2019 / Menahem Kahana
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    Ermittlungen zu MH17-Absturz (224)
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    Deutsche und Schweizer Ermittler haben Wohnung und Bankschließfach eines deutschen Privatdetektivs durchsucht, der eine eigene Ermittlung zum Absturz von Flug MH17 im Osten der Ukraine durchgeführt haben soll, wie AFP meldet.

    Die Ermittler haben die Wohnung des Privatdetektivs im norddeutschen Bad Schwartau sowie sein Bankschließfach in Zürich durchsucht und dessen Inhalt beschlagnahmt, kommentierte Wim De Bruin von der niederländischen Staatsanwaltschaft gegenüber AFP.  „Nun müsse ein Schweizer Richter darüber entscheiden, ob der Inhalt den niederländischen Behörden übergeben wird“, zitiert die Agentur De Bruin.

    Die niederländische Zeitung „De Telegraaf“ nimmt an, dass die „mutmaßlichen Schuldigen“ an dem Absturz der MH17-Maschine mit dem Detektiv in Kontakt gestanden hätten. Bei den Durchsuchungen seien "offenbar brisante Unterlagen" gefunden worden, so „De Telegraaf“ weiter.

    Zuvor hatte die internationale Ermittlergruppe, die sich mit den Umständen des Absturzes der Boeing 777 der Malaysia Airlines im Sommer 2014 in der Ukraine befasst, in einem Bericht Schwierigkeiten eingeräumt, die aus mangelnder Erfahrung der beteiligten Experten bei der Untersuchung solch großer Katastrophen resultieren könnten.

    Am 17. Juli 2014 befanden sich 298 Menschen an Bord der Boeing 777 auf dem Flug MH17 von Amsterdam nach Kuala Lumpur. Alle Passagiere und die Bord-Crew kamen beim Absturz über dem ukrainischen Gebiet Donezk ums Leben. Kiew beschuldigte die Donezker Volkswehr, für die Tragödie verantwortlich zu sein. Diese beteuerte jedoch, über keine Waffen zu verfügen, die ein Flugzeug in einer solchen Höhe abschießen könnten.

    Die Ermittlungen laufen inzwischen seit fast zwei Jahren. Dafür ist eine Untersuchungskommission aus Vertretern von zwölf Ländern zusammengestellt worden: aus den Niederlanden, Malaysia, Australien, der Ukraine, Belgien, Großbritannien, Deutschland, von den Philippinen, aus Kanada, Neuseeland, Indonesien und den USA. Darunter sind Experten für Metalle und Farben, für Waffensysteme, Sprengstoffe und Ballistik.

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    Ermittlung, MH17-Absturz, AFP, Niederlande, Schweiz, Deutschland, Ukraine