03:32 10 Juli 2020
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    Hunderte Demonstranten haben vor dem Stadtparlament der westukrainischen Stadt Lwiw eine Polizeiabsperrung durchbrochen und sind ins Gebäude eingedrungen, wie der TV-Sender „112 Ukraina“ am Donnerstag mitteilt.

    Die Polizei soll Tränengas gegen die Demonstranten eingesetzt haben, heißt es in dem Bericht.

    Laut Medienberichten nehmen an der Aktion mindestens 300 Menschen teil. Die Protestierenden sollen von den Behörden gefordert haben, Rechenschaft über den in der städtischen Mülldeponie entstandenen Brand abzulegen.

    Wie der Pressedienst des Stadtparlaments mitteilte, musste wegen der Unruhen eine Sitzung geschlossen werden.

    „Die Abgeordneten haben keine einzige Frage erörtert, weil Vertreter der Partei ‚Swoboda‘ (‚Freiheit‘) im Sitzungssaal eine Prügelei provoziert haben“, berichten örtliche Medien. 

    Grund für die Unruhen war ein noch am 29. Mai in der Mülldeponie bei Lwiw ausgebrochener Großbrand. Als mögliche Brandursache nannte Bürgermeister Andrej Sadowoj vorsätzliche Brandstiftung. Bei der Beseitigung der Brandfolgen kamen vier Menschen ums Leben. 

    Wegen des Vorfalls kündige der städtische Abfallverwertungsbetrieb eine zeitweilige Einstellung der Müllabfuhr an.

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    Tags:
    Mülldeponie, Brand, 112 Ukraina, Swoboda-Partei, Andrej Sadowoj, Ukraine