03:13 03 Juni 2020
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    Marine Le Pen hat der französischen Regierung vorgeworfen, keine konkreten Schritte zu unternehmen. Ihren Vorwurf veröffentlichte sie als eine Reaktion auf die brutale Ermordung eines französischen Polizisten und seiner Frau in der Ortschaft Magnanville im Westen von Paris am Dienstag in einer Video-Botschaft auf ihrer offiziellen Facebook-Seite.

    Die Regierung Frankreichs unternehme nur minimale Bemühungen im Kampf gegen den Terrorismus. Sie beschreibe die Vorfälle, stelle die Tatsachen fest – und das sei schon alles, fügte die Chefin der französischen Front National hinzu.

    Zudem ignoriere das Élysée den Artikel 411-4 des französischen Strafgesetzbuches,  sagt die Ex-Anwältin Marine Le Pen. Der Artikel sehe 30 Jahre Haft und 450.000 Euro Geldstrafe für ausländische Organisationen oder ihre Einzelagenten vor, die Aggressionsakte auf französischem Boden gegen Frankreich und französische Bürger verüben. Doch dieser Fakt wurde laut der FN-Vorsitzenden verbrecherisch vergessen.

     „Wir können uns nicht mit den Blumen und Kerzen zufrieden geben“, sagte Le Pen in der Video-Botschaft.

    Die Regierung müsse den Krieg gegen die Soldaten führen, die keine Kriegsordnung respektieren, und die Bürger vor ihnen schützen, so Le Pen.

    Frankreichs Präsident Francois Hollande hat die „abscheuliche Tat“ verurteilt und für Dienstagmorgen eine Sondersitzung im Élysée Palast angeordnet. Im Land gilt angesichts der Fußball-EM eine erhöhte Terrorwarnstufe.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Front National, Marine Le Pen, Frankreich