22:02 05 April 2020
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    Euro-2016 in Frankreich (135)
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    Man muss gestehen, dass die russischen Hooligans sich nicht korrekt benommen haben und die Sanktionen verdient sind. Während aber die Russen in ganzen Bussen mitsamt Frauen und Fahrer abgeschoben werden und Medien sie als „Halsabschneider“ und „Neonazis“ titulieren, dürfen die britischen „Unschuldslämmer“ ungeschoren herumlaufen.

    • Hier wird der Alte Hafen von Marseille demoliert
      Hier wird der Alte Hafen von Marseille demoliert
      © AFP 2020 / LEON NEAL / AFP
    • Zusammenstöße zwischen Polizei und englischen Hooligans vor dem Spiel mit Russland
      Zusammenstöße zwischen Polizei und englischen Hooligans vor dem Spiel mit Russland
      © AFP 2020 / LEON NEAL / AFP
    • Zusammenstöße zwischen Polizei und englischen Hooligans vor dem Spiel mit Russland
      Zusammenstöße zwischen Polizei und englischen Hooligans vor dem Spiel mit Russland
      © AFP 2020 / LEON NEAL / AFP
    • Die Folgen der Randale britischer Hooligans am vergangenen Freitag
      Die Folgen der Randale britischer Hooligans am vergangenen Freitag
      © AFP 2020 / LEON NEAL / AFP
    • Ein verletzter britischer Fan nach Zusammenstößen mit der Polizei vor dem Spiel mit Russland
      Ein verletzter britischer Fan nach Zusammenstößen mit der Polizei vor dem Spiel mit Russland
      © AFP 2020 / TOBIAS SCHWARZ / AFP
    • Fußball-Fans vor einer Kneipe in Lille
      Fußball-Fans vor einer Kneipe in Lille
      © REUTERS / Pascal Rossignol
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    © AFP 2020 / LEON NEAL / AFP
    Hier wird der Alte Hafen von Marseille demoliert

    Die britischen Hooligans hatten bereits am  Vorabend vor dem Spiel mit Russland in Marseille randaliert. Seltsamerweise wurde darüber  allerdings kaum berichtet.

    Zudem ist bislang auch keine Festnahme von britischen Fans bekannt geworden. Laut dem russischen Fußballexperten Andrej Malosolow ist das Ausbleiben von Ermittlungen und Strafmaßnahmen gegen die Briten auch weiter unbeantwortet. 

     „Diese teuflische Sauforgie und die Demolierung des Marseiller Stadtzentrums und des Alten Hafens mit stillschweigender Duldung der Polizei ist ein anschauliches Beispiel für die schreckliche  Arbeit der Ordnungshüter bei dieser Meisterschaft", betonte er.

    Die französische Polizei habe die Randalen der Briten einfach „verschlafen“, so Malosolow — die Randalierer hätten sich schon längst versteckt.  Um jedoch ihren Ruf nicht zu schädigen, seien die Beamten dann gegen solche offizielle Strukturen wie die Russische Fan-Vereinigung und deren Bus vorgegangen. (Inzwischen wurde bekannt, dass die Dutzenden russischen Fußballfans, die in einem Bus auf dem Weg in die französische Stadt Lille zum EM-Spiel zwischen Russland und der Slowakei aufgehalten worden waren, auf Beschluss der Staatsanwaltschaft in U-Haft kommen können – Anm. d. Red.)

    Nach Meinung des Sprechers der russischen Ermittlungsbehörde, Wladimir Markin, liegt die Schuld für die Zusammenstöße der russischen und britischen Fans bei den französischen Behörden und den Veranstaltern der Meisterschaft.

    Man bekomme fast so ein Gefühl, so Markin, als ob die Polizei von Marseille aus der bekannten französischen Actionkomödie „Taxi“ stamme. „Wieso hat die Polizei gar keine Maßnahmen ergriffen, als die Briten binnen fast dreier Tage Ausschreitungen und Krawalle organisiert hatten?“, fragt er.

    Nach dem Spiel gegen England (1:1) waren 30 russische Fans in den englischen Fanbereich eingedrungen. Sie schlugen auf mehrere Briten ein und bewarfen die „feindlichen“ Fans mit Gegenständen. Die Schlägerei konnte erst durch das Eingreifen von Ordnungskräften beendet werden.

    ​Krawalle in Marseille: Britische Fans machen schon vor dem EM-Anpfiff Radau – VIDEO

    Nach Medienberichten soll auch ein Deutscher nach der Randale festgenommen worden sein. Im Stadion Stade Vélodrome gibt es nämlich keine Pufferzone zwischen den Fans der verschiedenen Länder. Am Sonntag hat die Vereinigung Europäischer Fußballverbände (UEFA) eine Ermittlung gegen den RFS eingeleitet, nicht aber gegen den Fußballverband Englands (The Football Association).

    ​Am Dienstag hat die UEFA dem Russischen Fußballbund (RFS) eine Geldstrafe von 150.000 Euro auferlegt und die russische Nationalmannschaft aufgrund der Ermittlungsergebnisse zu den Auseinandersetzungen während des Spiels gegen England und danach bei der EM-2016 auf Bewährung disqualifiziert.

     

     

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    Tags:
    Hooligans, Fußball-EM 2016, Wladimir Markin, Marseille, Großbritannien, Frankreich, Russland