12:00 21 November 2019
SNA Radio
    Moskauer Kreml

    Cyber-Großangriff auf Datenbank der US-Demokraten – Kreml distanziert sich

    © Fotolia / Ginkgofoto
    Panorama
    Zum Kurzlink
    8675
    Abonnieren

    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat die Beteiligung Russlands an einem Hackerangriff auf das Computernetzwerk des nationalen Komitees der US-Demokraten dementiert, berichtet die Agentur Reuters.

    „Ich schließe die Möglichkeit vollständig aus, dass die russische (Anm. d. Red.) Regierung oder Regierungsstellen daran beteiligt sind“, sagte Peskow gegenüber Reuters.

    Zuvor hatte die Zeitung „The Washington Post“ berichtet, angeblich seien russische Hacker in das Computernetzwerk des nationalen Komitees der US-Demokraten eingedrungen. Über den Inhalt der gestohlenen Daten wurde bislang jedoch nichts Konkretes bekannt. Der Zeitung zufolge waren die Hacker angeblich so tief in das Netzwerk des Demokratischen Nationalkomitees eingedrungen, dass sie den gesamten Mailverkehr und die Chats hätten lesen können, so „The Washington Post“ unter Berufung auf Sicherheitsexperten und Parteifunktionäre.

    Der Internet-Berater des russischen Präsidenten, German Klimenko, erklärte seinerseits, die Vorwürfe gegen russische Hacker seien nichts anderes als der Versuch, den schwachen Schutz des Systems durch „die Machenschaften von Feinden“ zu begründen.

    „Solche Datenverluste erfolgen meist nicht durch Hackerangriffe, sondern einfach weil jemand sein Passwort vergessen oder dieses zu einfach zusammengestellt hat. Das wird ihnen jeder Profi bestätigen. Es ist immer einfacher, DDoS-Attacken Feinden zur Last zu legen, als die eigene Inkompetenz zuzugeben“, sagte Klimenko.

    Auch die Pressestelle von Kaspersky Lab bestätigte, dass es nicht genug Anzeichen gibt, die auf eine sprachliche oder nationale Zugehörigkeit hindeuten, um Schlüsse in Bezug auf die Beteiligung von Russen an dem Hackerangriff auf das Computernetzwerk des nationalen Komitees der US-Demokraten zu ziehen.

    Die Cyberangriffe richteten sich dem Zeitungsbericht zufolge nicht nur gegen das Demokratische Nationalkomitee, sondern auch gegen die Netzwerke von Donald Trump, von Unterorganisationen seiner Republikanischen Partei sowie die voraussichtliche Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Kleiner feiner Fehler: Englische Rechtschreibung brachte Hacker um Milliarden-Gewinn
    Angriff auf US-Notenbank: Hacker stehlen Währungsreserven von Bangladesch aus der Fed
    Haben Hacker private E-mailbox von CIA-Chef Brennan geknackt?
    Hacker stehlen mehr als fünf Millionen Fingerabdrücke von US-Bürgern
    Tags:
    E-Mails, Hackerangriff, Kaspersky Lab, Dmitri Peskow, USA