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06:41 24 Juli 2019
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    Ersin-Arslan-Krankenhaus. Ein afghanischer IS-Kämpfer

    Türkische Ärzte: „Wir behandelten IS-Kämpfer“ - Video

    © Sputnik / HİKMET DURGUN
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    Sputniknews hat bereits darüber berichtet, dass im Südosten der Türkei Kämpfer der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) in einem Krankenhaus behandelt werden. Nun bestätigt auch ein RT-Interview vor Ort diese Information.

    „Wir behandelten diese Kämpfer. Als sie genesen waren, sind sie wieder in ihre Reihen zurückgekehrt. Einige wurden zwei bis drei Mal bei uns eingeliefert. Die Regierung hat uns zur  Behandlung der Milizen keine Anweisungen gegeben. Zugleich werden die Kämpfer aber nicht daran gehindert, die Grenzen zu überqueren“, bezeugte der Chef des lokalen Ärzteverbands in Gaziantep, Hamza Agca, in einem Interview mit der RT-Korrespondentin Lizzie Phelan.

    Die Korrespondentin berichtet, dass sie bei ihrer Reportage Probleme mit der türkischen Polizei hätte, weshalb sie undercover arbeiten müssen habe. Sie habe auch Kontakt zu den Ärzten, die die Terroristen behandelten, aufgenommen.

    Obwohl er nicht mit der Kamera gefilmt werden wollte, teilte einer der Ärzte aus der Grenzstadt Kilis jedoch mit, dass die türkische Grenze massenhaft von verletzten Kämpfern, darunter auch IS-Milizen, überquert werde.

    Die Behandlung der Dschihadisten sei aber öfters sehr riskant gewesen – einige Kämpfer seien mit Sprengstoffgürteln und Granaten in den Hosentaschen eingeliefert worden, erklärte er.

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    Zuvor hatte ein Arzt aus dem Ersin-Aslan-Krankenhausin der Stadt Gaziantep im Südosten der Türkei Sputniknews mitgeteilt, dass in der Klinik Kämpfer der Terrormiliz Daesh behandelt werden.

    „Ich denke, dass die Leitung des Krankenhauses nicht will, dass die Öffentlichkeit von der Behandlung dieser Leute erfährt. Weder Ärzte noch Pflegepersonal wollen IS-Kämpfer behandeln, da auch einige Ärzte und Mitarbeiter aus der türkischen Grenzstadt Kilis stammen, die jeden Tag von den unter IS-Kontrolle stehenden Gebieten aus mit Artillerie beschossen wird“, erzählte der Informant.

    Türkischen Medien zufolge hatten türkische Grenzer zuvor das Feuer auf ausländische IS-Kämpfer eröffnet, die die Grenze zu Syrien nahe der Stadt Oguzeli in der Provinz Gaziantep illegal überqueren wollten. Bei einem Schusswechsel seien drei Extremisten getötet, weitere elf verletzt worden. Vier von ihnen sollen in eben jenes Krankenhaus Ersin Aslan gebracht worden sein.

    Der IS stellt derzeit eine der größten Bedrohungen für die globale Sicherheit dar. Im Laufe von drei Jahren gelang es den Terroristen, beachtliche Territorien des Iraks und Syriens zu besetzen. Zudem versuchen sie, ihren Einfluss in Nordafrika, darunter in Libyen, auszuweiten.

     

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    Tags:
    Krankenhaus, Terrormiliz Daesh, RT, Lizzie Phelan, Gaziantep, Kilis, Türkei