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    Olympia Rio-2016 (173)
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    Die russische Stabhochspringerin und zweifache Olympia-Siegerin Jelena Issinbajewa hat angekündigt, bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro nicht unter neutraler Flagge antreten zu wollen, wie der Chef des russischen Leichtathletikverbandes (WFLA), Dmitri Schljachtin, am Montag zu Journalisten sagte.

    „Einige Sportler, wie zum Beispiel Issinbajewa, kündigten an, dass sie nicht unter neutraler Flagge antreten werden. Aber es gibt Sportler, die bereit sind, darunter anzutreten. Jeder entscheidet selbst. Ich glaube, dass die Föderation diese Frage individuell behandeln wird“, so Schljachtin.

    Nach den Qualifikationswettkämpfen in der Stadt Tscheboksary sagte Issinbajewa bei einer Pressekonferenz, dass sie fit und bereit sei, zu den Olympischen Spielen nach Rio zu fahren, aber „wegen einiger Personen“ ihre Teilnahme wohl scheitern werde.

    „Das ist mein erster Sprung nach der Elternzeit, den ich sehr gut gemeistert habe. Mein Sprung bestätigte meine Worte, dass ich in der Tat die dritte olympische Medaille gewinnen kann, aber das wird mir wohl wegen einiger Personen nicht gelingen“.

    Der Rat des Weltleichtathletikverbandes IAAF hatte am Freitag die Disqualifikation der Gesamtrussischen Leichtathletik-Föderation (ARAF) bekräftigt. Das russische Leichtathletik-Team wird demnach von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen.

    Das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hatte zuvor in einer Telefonkonferenz erklärt, dass es „die Position des IAAF voll und ganz respektiert“ und die Kriterien für die Nominierung von Sportlern für internationale Wettkämpfe, darunter Olympische Spiele, in die Kompetenz der zuständigen internationalen Föderation gehörten. Bei der für den 21. Juni angesetzten Sitzung wird das IOC darüber entscheiden, ob gegen Russland ein Olympia-Bann verhängt wird oder nur einzelne Sportler gesperrt werden.

    Die russischen Leichtathleten waren im November 2015 vom IAAF für Wettkämpfe gesperrt worden, nachdem die Kommission der Welt-Antidopingagentur WADA auf einer Pressekonferenz in Genf Russland zahlreiche Verstöße gegen die Anti-Doping-Regeln vorgeworfen und dem Weltleichtathletikverband IAAF ein Startverbot für alle russischen Leichtathleten empfohlen hatte.

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    Tags:
    Welt-Antidoping-Agentur (WADA), Internationales Olympisches Komitee (IOC), IAAF, WFLA, Russland