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    3e anniversaire de la tragédie de Smolensk

    Absturz der Tu-154 bei Smolensk: Polens Richter schließen Sprengstoff-Angriff aus

    © Sputnik / Oleg Mineev
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    Der Richter des Landgerichts Warschau, Pawel Dobosz, hat bei der Verkündung des Urteils in Causa Organisation des Besuches des Staatsoberhauptes in Russland einen Sprengstoff-Angriff auf die Tu-154-Präsidentenmaschine 2010 bei Smolensk ausgeschlossen.

    Am Dienstag verurteilte das Gericht den ehemaligen Vize-Chef des polnischen Büros für Regierungsschutz (BOR), General Pawel Bielawny, wegen der mangelhaften Organisation des Besuches des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski 2010 in Smolensk zu 1,5 Jahren Gefängnis auf Bewährung. Er wurde der unzureichenden Pflichterfüllung bei der Planung, Organisation und Umsetzung des Besuches schuldig gesprochen.

    „Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass es sich bei dem Absturz bei Smolensk um einen Sprengstoff-Angriff handelte: Das BOR überprüfte die Tu-154 ordnungsgemäß“, äußerte sich der polnische Richter laut der Agentur PAP zur Begründung des Gerichtsbeschlusses zum Fall Bielawny.

    Die Tu-154 des damaligen polnischen Präsidenten Lech Kaczynski war am 10. April 2010 bei Smolensk abgestürzt. An Bord befanden sich insgesamt 96 Personen, darunter 88 Fluggäste und acht Besatzungsmitglieder, die alle starben. Sie waren auf dem Weg zu Trauerveranstaltungen im russischen Dorf Katyn.

    In einem Bericht des Internationalen Luftfahrtkomitees aus dem Jahr 2011 wurde festgestellt, dass der unmittelbare Grund für die Katastrophe die Entscheidung der Tu-154-Crew gewesen sei, trotz schlechter Wetterbedingungen in Smolensk zu landen, anstatt einen anderen Flughafen anzusteuern. Zudem wurden mehrere Mängel bei der Flugbegleitung und bei der Ausbildung der Besatzung aufgedeckt. Die polnische Staatsanwaltschaft führte das Unglück auf „menschliches Versagen“ zurück.

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    Tags:
    Smolensk-Flugzeugunglück, Flugzeugabsturz, Lech Kaczynski, Smolensk, Polen, Russland