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04:20 13 November 2019
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    Preußen statt Bund: „Reichsbürger“ bestellt sich Kalaschnikow

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    Ein deutscher Mann hat sich per Telefon bei einem luxemburgischen Waffenhändler nach einer Kalaschnikow erkundigt. Das BRD-Verbot der Kriegswaffenlieferung betreffe den Kunden nicht, da er kein Bürger der Bundesrepublik sondern des Deutschen Reiches und als solcher zum Waffenkauf befugt sei, wie Die Welt schreibt.

    Laut dem Luxemburger Waffenhändler ist es unproblematisch, eine AK47 aus Rumänien zum Preis von 455 Euro oder eine gebrauchte Kalaschnikow aus DDR-Beständen für 485 Euro zu erstehen. Die einzige Schwierigkeit bestand in diesem Fall darin, dass der Anrufer aus Deutschland kam. Dorthin dürfen keine Kriegswaffen geliefert werden, worüber der Verkäufer den potentiellen Kunden natürlich informierte.

    Den Anrufer störte dies kaum: Er sei „kein Bürger der Bundesrepublik sondern des Deutschen Reichs, der als solcher befugt ist, Waffen zu kaufen“. Weiter schickte er seine Unterlagen per E-Mail, darunter Zertifikate, Ausweispapiere eines angeblichen Freistaates Preußen und einen Waffenschein in altdeutscher Schrift.

    Spezialeinheiten der Polizei stürmten infolge des zweifelhaften Anrufs das weitläufige Areal und fanden eine Reihe der Waffen, die anscheinend für den Aufbau einer eigenen Polizeitruppe verwendet werden sollte.

    Laut dem Düsseldorfer Landeskriminalamt handelt es sich bei dem „Reichsbürger“ um einen 32-jährigen Mann aus Warburg im Kreis Höxter, der als Aktivist des sogenannten „Freistaates Preußen“ gilt.

    Die sogenannten „Reichsbürger des Freistaats Preußen“ meinen, das Deutsche Reich in seinen Grenzen von 1937 bestehe noch immer und Deutschland befinde sich weiter im Krieg gegen die Alliierten. Die Bundesrepublik wiederum existiere nicht als Staat, sondern sei eine Firma.

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    Tags:
    AK-47, Luxemburg, Deutschland