19:38 22 November 2017
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    FlashSafe

    Endlos-Speicher, Blitzmilch und Satelliten-Nanny: Die besten russischen Startups

    © Foto: FlashSafe
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    Sputnik stellt Ihnen die innovativsten Unternehmensprojekte aus Russland vor, die in den kommenden Jahren weltweite pupularität erreichen werden.

    Speichern ohne Ende

    Das Problem fehlenden Speicherplatzes ist endgültig gelöst. Dank dem Startup FlashSafe des russischen Unternehmens Alexej Tschurkin kann man auf dem neuen Gerät uneingeschränkt viele Informationen speichern: auf einer endlosen Speicherkarte.

    „Das Wichtigste für uns ist die Sicherheit. Zur Schaffung einer Cloud mit Informationen sind weder Login, Passwort noch Browser notwendig. Die Autorisierung erfolgt mithilfe eines USB-Schlüssels. Alle Dateien werden auf Kundenebene verschlüsselt, nicht einmal wir wissen, was der Nutzer auf dem Server speichert“, so der Entwickler.

    Die Innovationen der Russen sind nicht nur in Russland, sondern auch im Ausland gefragt. „Der Verteidigungsminister Kubas äußerte vor kurzem Interesse an einer Kooperation“, so Tschurkin.

    Wandelbarer Flachrechner XXL

    Die erste Assoziierung beim Blick auf das riesige BigPad ist eine große Version eines gewöhnlichen Tablets. Die Entwicklung des Unternehmers Iwan Aljochin ist ein zwei Meter großes Gerät mit Touchscreen, Kamera und Cardreader. 

    BIGPAD
    © Foto: BIGPAD
    BIGPAD

    „Auf das Gerät kann jedes Programm heruntergeladen werden. Das Tablet kann eine Werbeplattform, ein Gerät zum Einkaufen im Internet und sogar ein Einkaufskiosk sein“, so Aljochin. „98 Prozent der Bestandteile werden in Russland hergestellt, die meisten Einkäufer sind ausländische Firmen“, sagte er.

    Mehr als 5000 Geräte werden in andere Länder exportiert. In Dubai steht das BigPad bereits in Einkaufszentren. In Österreich werden dadurch Bitcoins verkauft. In Kolumbien soll das Tablett in der U-Bahn erscheinen.

    Blitz-Milch von der Lieblingskuh

    Per „30Sec Milk“ kann Milch 30 Sekunden nach dem Melken pasteurisiert werden. Man muss nicht mehr warten, bis die Milch in mehreren Etappen bearbeitet wird.

    Andrej Kutejnikow
    © Foto: 30Sec Milk
    Andrej Kutejnikow

    Die Technologie sieht so aus: Eine Kuh wird mit Vakuumpumpen gemolken, danach läuft die Milch über eine Filteranlege und wird innerhalb von zehn Sekunden bei einer Temperatur von 75 Grad pasteurisiert, danach auf drei bis fünf Grad gekühlt und gleich eingetütet. Auf jeder Tüte ist ein QR-Code zu finden. Beim Scannen des Codes kann man ein Foto der Kuh, ihr Alter, Rasse und Art der Fütterung sehen.

    Unternehmer Andrej Kutejnikow über die Entwicklungspläne des Projekts: „Wir haben nicht vor, unsere Ausstattung oder Milch zu verkaufen. Unsere Variante ist der Verkauf  der Lizenz auf die Technologie. Derzeit befindet sich das Projekt im Entwicklungsstadium eines Serienmodells. Es gibt hunderte Aufträge von Landwirten aus der ganzen Welt.“

    Persönlicher Weltraum-Babysitter

    Eltern müssen sich keine Sorgen mehr über die Sicherheit ihrer Kinder machen. Das Satellitensystem Baby von der Unternehmensgruppe Geolife verfolgt den Aufenthaltsort des Kindes. Die Eltern können in Echtzeit die Bewegung ihres Kindes verfolgen und Zonen angeben, wo es sich befinden kann.

    Bislang erstreckt sich das Produkt nur auf die Region Moskau. Allerdings zeigten bereits andere Großstädte Interesse an der Technologie. „Das Gerät, das zum System Geolife Baby gehört, bestimmt den Ort des Kindes mit einer Präzision von drei Metern. Mithilfe unseres Apparats kann man nicht nur die geographische Breite und Länge, sondern auch die Höhe über dem Meeresspiegel bestimmen“, so der Präsident der Unternehmensgruppe Geolife, Anatoli Kurmanow.

    Rollen mit Hilfsmotor

    Das Rad mit Hilfsmotor “Dujunow” ist eine besonders aussichtsreiche Entwicklung, die in der nächsten Zukunft im Automobilbau eingesetzt werden könnte.

    Hilfsmotor “Dujunow”
    © Foto: Symex
    Hilfsmotor “Dujunow”

    Von außen ist es ein gewöhnliches Rad mit Hilfsmotor, mit denen elektrische Fahrräder ausgestattet werden. Die Entwicklung hat aber eine vereinfachte Konstruktion und größere Leistungsfähigkeit. Das Konzept des asynchronen Triebwerks ohne Magnete im Rad ermöglicht eine massive Senkung der Produktionskosten, was diese Entwicklung für Autohersteller attraktiv macht.

    „Das Projekt befindet sich derzeit in einer Etappe, bei der Organisatoren zur Herstellung gesucht werden. Die Leute zeigen Interesse an der Entwicklung. Die meisten von ihnen sind bereit dazu, so etwas zu kaufen bzw. Geld zu investieren, aber keine Fließband-Produktion aufzunehmen“, so der Investor des Projekts von der Firma Symex, Sergej Semjonow.

    Tags:
    Hilfsmotor Dujunow, Symex, 30Sec Milk, FlashSafe, BigPad, Alexej Tschurkin, Anatoli Kurmanow
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