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17:35 15 Oktober 2019
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    2016 Rio Olympic Games logo. File photo

    Russland bereit für Zusammenarbeit mit IOC für Olympia-Teilnahme sauberer Athleten

    © AFP 2019 / J. P. Engelbrecht
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    Russland ist laut dem russischen Sportminister Witali Mutko bereit, alle Bedingungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) für die Teilnahme sauberer Leichtathleten an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro zu erfüllen.

    Das IOC entschied am Dienstag in einer Sondersitzung über die Frage, ob einzelne Sportler eine  individuelle Herangehensweise verdienen oder ob sie eine kollektive Verantwortung tragen müssen, wenn irgendwelche Sportler von den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro ausgeschlossen werden.

    „Die Antidoping-Behörden, insbesondere Russlands und Kenias, entsprechen nicht dem WADA-Kodex, wie wir aus den Berichten der WADA und der Kommission sehen können“, sagte der OIC-Präsident Thomas Bach auf einer Pressekonferenz nach der Sondersitzung.

    „Sie werfen einen ernsten Schatten auf die Unschuld aller Athleten aus diesen Ländern. Gegenüber den Athleten aus diesen Ländern muss die Präsumtion der Unschuld angewendet werden. Jeder Athlet aus diesen Ländern muss vom Weltverband gemäß der festgelegten Verfahrensweise als individuell zugelassen anerkannt werden, nachdem er die entsprechenden Tests in akkreditierten Laboratorien durchlaufen hat.“, so Bach.

    Russlands Sportminister Witali Mutko sagte am Dienstag zu Journalisten, dass sein Land zu allen Experimenten und zur Zusammenarbeit bereit sei.

    „Derzeit befindet sich Russland wegen der Ereignisse in der Leichtathletik in einer schwierigen Lage. In mehreren Sportarten, in solchen wie der Leichtathletik, haben sich wegen mangelhafter Verwaltung Dutzende von Problemen angesammelt“, fügte Mutko hinzu. „Natürlich beunruhigt das Thomas Bach, aber er spricht vom Wichtigsten: An den Olympischen Spielen sollen die gewissenhaften Sportler teilnehmen, die geschützt werden müssen.“

    Ihm zufolge will der IOC-Präsident mit der von ihm vorgestellten „Agenda 2020“ den Sport transparent, offen und vereinigend machen. Russland sei bereit, in dieser Richtung zusammenzuarbeiten.

    Der IAAF-Rat hatte am Freitag die Disqualifizierung des russischen Leichtathletik-Verbandes (ARAF) in Kraft gelassen und dementsprechend die russischen Leichtathleten von internationalen Wettkämpfen suspendiert. Das Internationale Olympische Komitee billigte am Dienstag die Entscheidung zum Ausschluss der russischen Leichtathleten von den Olympischen Spielen 2016 in Rio, entschied jedoch, nachweislich saubere russische Athleten starten zu lassen.

    Im November 2015 hatte die Kommission der Welt-Antidopingagentur WADA Russland auf einer Pressekonferenz in Genf zahlreiche Verstöße gegen die Anti-Doping-Regeln vorgeworfen und dem Leichtathletikverband IAAF ein Startverbot für alle russischen Leichtathleten empfohlen.

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    Zusammenarbeit, Olympische Spiele in Rio de Janeiro, Welt-Antidoping-Agentur (WADA), Internationales Olympisches Komitee (IOC), IAAF, Witali Mutko, Thomas Bach, Russland