15:21 12 Dezember 2017
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    Deutsche WehrmachtsoldatenStalingrad

    Versöhnung zu Stalingrad: Deutsche Unternehmer fördern Bau neuer Friedenskapelle

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    Heute vor 75 Jahren hat die deutsche Wehrmacht die UdSSR angegriffen: Anlässlich dieses Jahrestages wird in Rossoschka im Wolgograder Gebiet im Rahmen der deutsch-russischen Zusammenarbeit mit dem Bau einer Friedenskapelle begonnen. „Wenn die Regierungsdiplomatie an Ihre Grenzen stößt, ist die Volksdiplomatie gefragt“, so das Motto der Initiatoren.

    An dem Bau sind gesellschaftliche Vereine und Vertreter des deutschen Unternehmertums beteiligt. Das Projekt wird vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, dem OstWestWirtschaftsforum Bayern e.V. sowie dem Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften e.V. als auch der  Russisch-orthodoxen Kirche, der Stadt und den lokalen Behörden des Wolgograder Gebietes sowie russischen Veteranen unterstützt.

    Deutsche Kriegsgräberstätte Rossoschka
    Deutsche Kriegsgräberstätte Rossoschka

    Die Schlacht um Stalingrad
    © Sputnik/ Georgiy Zelma
    Die Errichtung der Gedächtniskapelle am Ort der bedeutenden Schlacht um Stalingrad, dem großen Wendepunkt im Verlauf des Zweiten Weltkrieges, wird unter Schirmherrschaft von Nikolaus Knauf, dem Gesellschafter des gleichnamigen Baustoff-Konzerns und Honorarkonsuls der Russischen Föderation in Deutschland, durchgeführt. „Die Teilnahme am Bau der Friedenskapelle ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung deutsch-russischer Beziehungen und in der Bewahrung der Geschichte für unsere Nachkommen“, betonte er. 

    Das vom Landschaftsarchitekten Prof. Jürgen von Reuß entwickelte Projekt hat laut einer Pressemitteilung des Knauf-Konzerns zum Ziel, die Geschichte in Erinnerung zu bewahren und die Folgen des Zweiten Weltkrieges gemeinsam aufzuarbeiten.

    Kreuze der westlichen und der östlichen Kirchen sollen an das gemeinsame Fundament der europäischen Völker erinnern. Die Friedenskapelle sei ein Symbol der Versöhnung des deutschen und des russischen Volkes.

    „Die Gedenkstätte wird den russischen und den deutschen Friedhof für die in der Stalingrader Schlacht gefallenen und verschollenen Soldaten verbinden. Die Architektur der Friedenskapelle verkörpert die Botschaft der im Zweiten Weltkrieg gefallenen und nebeneinander ruhenden Soldaten und wird zwei Granitpfeiler mit einem orthodoxen und einem katholischen Kreuz darstellen“, wird weiter berichtet.

    Der Bau soll bereits im Herbst beendet werden, die Eröffnung ist schon für den 7. September 2016 geplant.

     

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    Gedenkstätte, Zweiter Weltkrieg, Wehrmacht, Knauf, Nikolaus Knauf, Rossoschka, Stalingrad, UdSSR, Russland, Deutschland
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