10:55 30 März 2017
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    Auf Kollisionskurs mit Islam? Frauen und Transgender dürfen in Schweden topless baden

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    Neuerdings dürfen in Schweden alle topless ins Schwimmbad: egal ob Transgender, Frau, Mann, Intersexuelle oder gar ohne Geschlecht, wie vor einigen Tagen die schwedischen Medien unter Berufung auf das Antidiskriminierungsamt mitgeteilt haben. Nach Meinung der Kritiker könnte dies jedoch zu einer Kollision mit anderen Kulturen und Religionen führen.

    Eigentlich wurde das Topless-Baden für Jedermann(frau, etc.) schon vor einem Jahr per Urteil der schwedischen Antidiskriminierungsstelle legalisiert. So darf jeder, der zwar wie eine Frau aussieht, sich aber als Mann identifiziert, oben ohne im Schwimmbad baden.

    Anscheinend haben das die Bürger aber nicht gleich mitbekommen: Erst vor kurzem sorgte ein Zwischenfall in Schweden für Schlagzeilen, als eine Frau mit entblößtem Busen in die Schwimmhalle kam und deshalb vom Bademeister rausgeschmissen wurde. Später stellte sich heraus, dass diese Dame trotz ihres Aussehens sich dabei gar nicht als Frau, sondern als Mann identifiziert.

    Nachdem sich diese Person bei der Antidiskriminierungsstelle beschwerte, wurde das Schwimmbad ermahnt und der Bademeister eines Besseren belehrt: Weibliche Transgender sollten nicht als Frauen behandelt werden. Formal bedeutet das, dass die Brustbedeckungspflicht von nun an ganz aufgehoben ist.

     „Das beeinflusst die Sicht der Gesellschaft auf Geschlechterfragen in eine tolerantere Richtung“, kommentierte dies Per Holfve vom Antidiskriminierungsamt gegenüber dem Sender SVT.

    Nach Meinung der Chefin des Liljeholmsbadet-Schwimmbads Carina Engström könnte das in der Praxis aber schieflaufen, da auch religiöse Männer und Frauen, wie zum Beispiel aus der muslimischen Minderheit, in ihrem Schwimmbad baden würden.

    „Das riskiert, mit anderen Kulturen und Religionen zu kollidieren. Es gibt bei uns auch Frauen, die in Ganzkörperanzügen baden. Auch diejenigen, die keinen religiös oder kulturell anderen Hintergrund haben, könnten sich von Frauen, die mit nackter Brust baden, gestört fühlen“, äußerte sie.

    Laut Frauenrechtlern ist dies jedoch ein weiterer Schritt zur Emanzipation des schwachen Geschlechts.

    „In einer gleichberechtigten Gesellschaft sollten Frauen die gleichen Rechte wie Männer haben, wenn es darum geht, die ‚körperlichen Freiheiten‘ in der Öffentlichkeit wahrzunehmen“, betonte Amanda Soltanian in der schwedischen Zeitung Dagens Nyheter.

    „Der BH ist eine großartige Erfindung für jene Frauen, die glauben, dass sie ihn in ihrem alltäglichen Leben brauchen oder wollen. Woher stammte aber die Idee, dass der BH obligatorisch ist?“, fügte sie hinzu.

     

     

    Tags:
    Transgender, Busen, topless, Islam, Migranten, Schweden
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    Alle Kommentare

    • avatar
      billyvor
      Ob ganz oder teilweise entkleidet, ist eine Frage des Geschmacks
      - oder eben auch nicht - ......

      Wenn Schweden so entscheidet, ist das seine ureigene Angelegenheit.

      Es reicht bei Kleinem, dass hier schon wieder die eventuellen Empfindlichkeiten anderer Kulturen und Religionen angeführt werden.

      Wenn ich mich in Ländern mit einer gänzlich anderen Kultur und/oder Religion befinde, passe ich mich den Gegebenheiten an. Stoßen mir diese Gegebenheiten von vornherein sauer auf, bleibe ich dort weg.
      Punkt!

      Genau das gleiche Verhalten erwarte ich von Menschen anderer Kulturen/Religionen in meinen eigenen Land.
      Auch Punkt !
    • Hasipapa
      OH MAN. Die haben Probleme. Mit und ohne oben. Irgentwie war das schon in der DDR ein alter Hut. Es gab schon immer Strände mit voll, halb oder ganz ohne Kleidung. Und der Übergang der Stränd war fließend. In den Schwimmbädern war natürlich für alle Kleiderpflicht mit Gummihaube. Naja. Sollen sich die Schweden mit und ohne rumärgern. Dann merken die ja nicht, daß sie jetzt amerikabesetztes Land sind. Mit Atomwaffen.
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      schlesier
      Lasst sie doch oben ohne baden, so lange Schweden noch nicht muslimisch ist . Dauert doch nicht mehr lange . ;-)
    • Da sieht man, dass unkontrollierter Feminismus und Perversionstoleranz allmälig zum Verlust der Denkfähigkeit führt. Was hat bitte das Entblößen eines äußeren Geschlechtsmerkmals mit "Gleichberechtigung" zwischen Mann und Frau zu tun???
      Das ist bei uns nach § 183 "Exhibitionistische Handlungen" immer noch strafbar, allerdings nur auf Antrag durch den der sich dadurch belästigt fühlt.
      Bei den real existierenden Varianten würd ich mal grob schätzen, das ist die überwältigende Mehrheit. Wofür hat man auch schon in der Römerzeit den BH erfunden.
      Noch schlimmer ist ein Mann der das nur mit Hilfe von Hormonen he4vorbringen kann, da wird mir körperlich übel und damit ist eigentlich Schadensersatz fällig,
      oder mindestens die Höchststrafe des § 183, das ist ein Jahr Gefängnis.
    • avatar
      hvatzigen
      Wems nicht passt der kann es ja lassen
      mit dem Schwimmbad.
      Wer ganz Ohne will geht zum FKK.
      Wer gar nix zeigen will lebt da wo das
      üblich ist.
      Da hat niemand Minderheit das ,,Recht,, die eigene
      Weltsicht einer Mehrheit aufzuzwingen.
    • avatar
      Jakkede
      Zitat aus dem Artikel: „In einer gleichberechtigten Gesellschaft sollten Frauen die gleichen Rechte wie Männer haben, wenn es darum geht, die ‚körperlichen Freiheiten‘ in der Öffentlichkeit wahrzunehmen“
      Jetzt sollten die Männer die Hosen herunterlassen; dann können wir alle die Frauen im Bad auch ganz nackt sehen. Prima Entwicklung.
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