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    Sechs Wochen vor Beginn der Olympischen Sommerspiele hat die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) nach eigenen Angaben das Anti-Doping-Labor in Rio de Janeiro gesperrt.

    Wie die Wada am Freitag mitteilte, wurde die Suspendierung der Akkreditierung wegen „einer Nichtübereinstimmung mit dem Internationalen Standard für Laboratorien" verhängt. Konkrete Beispiele wurden dabei jedoch nicht erwähnt. Für die nächsten sechs Monate darf das Labor am Olympia-Austragungsort unter anderem keine Blut- und Urinproben mehr analysieren. Gegen diese Entscheidung kann innerhalb von 21 Tagen eine Berufung eingereicht werden.

    "In der Zwischenzeit wird die Wada mit dem Rio-Labor eng zusammenarbeiten, um das erkannte Problem zu lösen", wurde der angehende Wada-Generaldirektor Olivier Niggli in einem Statement zitiert. Niggli versicherte, dass die Sperre erst dann aufgehoben werde, wenn das Labor optimal arbeite, und dass "die beste Lösung geschaffen werde, um sicherzustellen, dass die Untersuchung der Proben für die Olympischen und Paraolympischen Spiele in Rio verlässlich ist."

    Die Untersuchungen, die planmäßig im Labor von Rio durchgeführt werden sollten, werden von anderen Einrichtungen mit Wada-Akkreditierung weltweit durchgeführt.

    Im Labor selbst äußerte man die Hoffnung, dass die Arbeit bereits im Juli vor Beginn der Olympischen Spiele wiederaufgenommen werden könne, meldet Reuters. Laut einer Quelle der Nachrichtenagentur, die anonym bleiben wollte, konnten technische Fehler, die zu inkorrekten Ergebnissen von Doping-Proben führen, die Entscheidung, das Labor zu sperren, provoziert haben.

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    Doping-Probe, Olympische Spiele in Rio de Janeiro, Welt-Antidoping-Agentur (WADA), Rio de Janeiro