23:54 20 September 2018
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    Windows (Symbolbild)

    Aggressives Windows-Update: Microsoft muss zahlen

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    Die Kalifornierin Teri Goldstein hat sich 10.000 US-Dollar Schadenersatz von dem IT-Konzern Microsoft erstritten, nachdem sich das Windows-10-Update automatisch auf ihrem Computer installiert hatte, wie die Webseite The Inquirer berichtet.

    Das Programm hatte sich laut Goldstein automatisch heruntergeladen, die Installation begonnen und war dann plötzlich abgebrochen. Danach sei ihr Computer qualvoll langsam gelaufen und sei immer wieder auch völlig ausgefallen.

    „Ich habe nie etwas von Windows 10 gehört. Niemand hatte mich gefragt, ob ich meinen Computer updaten will“, so Goldstein.

    Die Fachleute von Microsoft hätten das Problem auf ihrem Computer nicht identifizieren können. Daraufhin habe sie den Konzern verklagt. Das Gericht gab ihrer Klage statt und erlegte Microsoft Schadensersatz in Höhe von 10.000 US-Dollar auf.

    Microsoft legte laut der Webseite zuerst Einspruch gegen das Urteil ein, zog diesen jedoch wieder zurück. Der Konzern erklärte es damit, dass es günstiger sei, der Nutzerin das Geld zu zahlen, als die Gerichtsverhandlungen fortzusetzen.

    Laut The Inquirer ist dies das erste Mal, dass jemand Microsoft wegen eines unerwünschten Updates zu Schadensersatzzahlungen bringen konnte. Microsoft versucht bekanntlich immer aggressiver, die Anwender durch ein nerviges Pop-up-Fenster zu einem Gratisupdate auf Windows 10 zu bewegen. Wer Rund zwei Monate vor Ablauf der Frist das Fenster wie gewohnt auf X wegklickt, installiert das Update automatisch auf seinem Rechner.

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    Tags:
    Schadensersatz, Klage, Gericht, Windows 10, Microsoft, Kalifornien, USA