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    Frau mit Kind im Südsudan

    Unicef warnt vor vermeidbarem Tod von 70 Millionen Kindern bis 2030

    © AFP 2018 / Adriane Ohanesian
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    Rund 69 Millionen Kinder unter fünf Jahren könnten nach Unicef-Angaben bis zum Jahr 2030 an vermeidbaren Ursachen sterben, wenn alle Länder der Welt ihre Bemühungen um eine Verbesserung der Gesundheit, Bildung und Armutsbekämpfung nicht forcieren, mahnte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen in seinem Jahresbericht.

    Dramatisch ist die Lage demnach vor allem in Afrika südlich der Sahara und in Südasien. Fast die Hälfte aller Todesfälle entfällt auf Indien, Nigeria, Pakistan, Kongo und Äthiopien. Die häufigsten Todesursachen werden Komplikationen nach der Geburt sowie Pneumonie bleiben.

    Jüngsten Trends nach würden 167 Millionen Kinder bis 2030 in extremer Armut leben, 60 Millionen nicht die Grundschule besuchen und 750 Millionen Frauen schon als Kinder verheiratet werden, wenn nichts dagegen getan werde, hieß es in dem Report weiter.

    Bis zu 147 Millionen Kinder im Alter von ein bis fünf Jahren könnten vor dem Tod wegen verhütbarer Ursachen bewahrt werden, wenn „in 74 Ländern die Ausgaben nur um zwei Prozent angehoben werden“, sagte Unicef-Vizedirektor Justin Forsyth. 

    „Wir haben die Wahl: Jetzt in die Zukunft dieser Kinder zu investieren oder zuzulassen, dass die Welt noch ungleicher wird und gespalten bleibt“, sagte Unicef-Direktor Anthony Lake. 

     

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    Tags:
    Pneumonie, Komplikationen, Geburt, vermeidbar, Tod, Kinder, Unicef, Anthony Lake, Justin Forsyth, Äthiopien, Kongo, Pakistan, Nigeria, Indien, Afrika
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