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    Brazilian President Dilma Rousseff attends the launching of the Agricultural and Livestock Plan for 2016/2017, at Planalto Palace in Brasilia, on May 4, 2016

    Wirtschaftsprüfer: Dilma Rousseff ist nicht schuld an fiskalischen Machenschaften

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    Unabhängige Wirtschaftsprüfer des brasilianischen Senates haben einen 223-seitigen Bericht präsentiert, laut dem es keine Schuldbeweise für die Teilnahme der suspendierten Präsidentin des Landes, Dilma Rousseff, an fiskalischen Verbrechen gibt. Dies teilte der Fernsehsender TeleSUR am Montag mit.

    Im September 2015 hatte die Opposition Frau Rousseff Steuerverstöße vorgeworfen. Zudem war sie beschuldigt worden, während der Wahlkampagne im Jahr 2014 den Haushalt geschönt zu haben.

    In einer Sondersitzung des Bundessenats (die zweite Kammer im Parlament) hatten die Senatoren im Mai 2016 nach einer rund 20-stündigen Sitzung mit 55 zu 22 Stimmen für eine Suspendierung Rousseffs von zunächst 180 Tagen entschieden, um mögliche Amtsverfehlungen der Präsidentin juristisch prüfen zu lassen. In der Zwischenzeit nahm Vizepräsident Michel Temer die Amtsgeschäfte wahr.

    Zuvor hatte Präsidentin Rousseff gegenüber Journalisten in New York erklärt, dass gegen sie in der Heimat initiierte Verfahren zur Amtsenthebung trage alle Anzeichen eines Staatsstreichs. Es habe keinerlei rechtliche Grundlage. Sie habe keinerlei Verbrechen begangen, die eine solche Maßnahme rechtfertigen würden.

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    Tags:
    Michel Temer, Dilma Rousseff, Brasilien
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