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    Als ungefährliche Chemikalie aus Deutschland gelieferter Speck in Petersburg entdeckt

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    Russlands Antwort auf Sanktionen des Westens (174)
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    Russische Zollbeamte haben mehr als 66 Tonnen unter den Sanktionen stehenden Specks im Petersburger Hafen entdeckt. Die verbotenen Lebensmittel sind als umweltfreundliches Chemieprodukt nach Russland verschifft worden, wie das Nachrichtenportal „spbdnevnik.ru“ berichtet.

    Drei Container mit für die Einfuhr verbotenen Lebensmitteln wurden mit dem Schiff PIRITA aus dem Hamburger Hafen geliefert. Dabei gab es keine Veterinär-Dokumente und keine Genehmigung der russischen Agrar-Aufsichtsbehörde Rosselchosnadsor für die Einfuhr des eingefrorenen Specks.

    Das war nicht der erste Versuch, sanktionierten Speck nach Russland zu bringen. Mitte Juni waren die verbotenen Lebensmittel mit demselben Schiff aus Hamburg nach Sankt Petersburg gebracht worden. Auch damals war der Speck in den Begleitdokumenten als umweltfreundliches Chemieprodukt ausgegeben worden. Allerdings handelte es sich dabei nur um 22 Tonnen. 

    Mehr zum Thema: Mehr als 2.400 Tonnen Sanktionsprodukte in Russland vernichtet

    Anfang Juni haben die Mitarbeiter von Rosselchosnadsor ebenfalls Schmuggel-Waren aus Hamburg beschlagnahmt. Speck und Käse wurden nach Russland als „Chemieprodukte“ verschifft. Experten begutachteten die Container mit einem Gewicht von mehr als 38.000 Kilogramm. Wie sich herausstellte, gab es in einem Container Käse statt „umweltfreundlicher Chemieprodukte“. In zwei weiteren Containern wurde Speck mit einem Gesamtgewicht von mehr als 39.000 Kilogramm entdeckt. Es wurden keine Dokumente zur Einfuhr der Lebensmittel vorgelegt, hieß es  bei Rosselchosnadsor. „Gemäß den russischen Gesetzen ist die Einfuhr potentiell gefährlicher Lebensmittel tierischer Herkunft verboten“, hieß es weiter.

    Ende April war bereits Speck am Zollposten Gawan beschlagnahmt worden. Die Lebensmittel wurden aus der EU als „Kohlenwasserstoff-Derivate, die nur Sulfogruppen enthalten“ angeblich für Chemieindustrie die geliefert worden.

    Der eingefrorene Speck, verpackt in Polyäthylen auf Holzpaletten, wurde aus dem Hamburger Hafen verschifft. Auf den Paletten stehen die Angaben des Herstellers – Sebastiano Pinzone Geflügel- und Geflügelverarbeitungsprodukte. Es wurden keine Veterinär-Dokumente beigelegt.

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    Tags:
    Speck, Käse, St. Petersburg, Deutschland, Russland
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