22:29 27 November 2020
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    Toyota ruft 1,4 Million Autos wegen eines möglichen Airbag-Defektes zurück, teilt der Sender ABC News am Mittwoch mit.

    Fahrzeuge des Typs Prius und Lexus 200h aus den Jahren 2008 bis 2012 werden laut ABC News in die Werkstätten gerufen. Betroffen seien 1,43 Millionen Fahrzeuge – 743.000 davon in Japan, 495.000 in Nordamerika, 141.000 in Europa, 9.000 in China und 46.000 in anderen Regionen.

    Bei diesen Autos könne es vorkommen, dass der Gasgenerator des Airbags einen kleinen Riss an der Schweißnaht hat. Dies könnte dazu führen, dass der Airbag unbeabsichtigt aufgeblasen wird und Teile des Gasgenerators ins Wageninnere geraten können. Dadurch bestehe die Gefahr von Verletzungen. Der Rückruf von Toyota-Autos dieses Typs erfolge, obwohl nach Firmenangaben keine Pannen oder Todesfälle in Zusammenhang mit dem Defekt festgestellt worden seien.

    Der freiwillige Rückruf dieser Fahrzeuge wird im Rahmen der Kampagne zur Überprüfung der Airbags der japanischen Firma Takata durchgeführt. Gegen diese Firma hatte die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) 2014 ermittelt. Aus den Ermittlungen ging hervor, dass sich ein Teil der seit 2004 produzierten Airbags bei einer Panne entweder nicht öffnet oder platzt – dabei kommt es zu einer Explosion, die Teile der Metallverkleidung sprengt.

    Bereits acht Menschen kamen wegen defekter Airbags ums Leben. Der japanische Hersteller produzierte insgesamt 285 Millionen potenziell gefährliche Airbags, die dann in Wagen von BMW, Chrysler, Ford, Mazda, Subaru, Mitsubishi, Nissan, Honda und Toyota eingebaut wurden.

    Auch andere Autoproduzenten führen Service-Kampagnen wegen der potentiell gefährlichen Airbags von Takata durch. So wird Honda Motor Co 21 Millionen Autos weltweit zurückrufen.

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    Tags:
    Toyota, Japan