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    A scrabble board spells out Brexit in Dublin, Ireland May 4 2016.

    Nach Brexit: Irland will Firmen aus Großbritannien zu sich ins Land holen

    © REUTERS / Clodagh Kilcoyne
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    Irland ist offen für das Zusammenwirken mit Firmen, die nach dem Referendum zum Auftritt Großbritanniens aus der EU einen anderen Standort wählen wollen, sagte der Staatsminister Irlands für Europäische Angelegenheiten, Dara Murphy, in einem Interview mit der Zeitung „The Wall Street Journal“.

    „Wir erwarten keinen Massenausgang, aber wir werden ernsthafte Argumente vorbringen, dass wir ein treues Mitglied der Europäischen Union bleiben. Wir demonstrieren die Stabilität der Mitgliedschaft (in der EU – Anm. d. Red.) und die Zuversicht, wo wir in fünf, zehn, 20 Jahren sein werden“, zitiert das Blatt Murphy.

    Dem Minister zufolge sind mehrere Technologie-Firmen wie Facebook und Apple in Irland ansässig. Er hofft, dass andere ihrem Beispiel folgen werden. Das irische Steuersystem und die englische Sprache würden Unternehmen anlocken. Ein Pluspunkt sei zudem die Tatsache, dass Irland Mitglied der Europäischen Union und gleichzeitig Teilnehmer der Eurozone ist.

    Am Dienstag hatten Medien berichtet, dass der britische Mobilfunknetzanbieter Vodafone die Möglichkeit in Betracht zieht, seinen Hauptsitz in der Stadt Newbury in Großbritannien an einen anderen Standort zu verlegen. Und das solange, bis Großbritannien nach seinem Beschluss zum EU-Austritt durch erfolgreiche Verhandlungen einen ständigen Zugang zum einheitlichen europäischen Markt und seinen Arbeitskräften bekommt.

    Am 23. Juni fand in Großbritannien das Brexit-Referendum statt. Die Briten sollten auf den Wahlzetteln die folgende Frage beantworten: „Soll das Vereinigte Königreich Mitglied der Europäischen Union bleiben oder die Europäische Union verlassen?“ Die Wahlbeteiligung lag landesweit bei 72 Prozent. Für den Ausstieg hatten sich 17,4 Millionen der Wähler, knapp 52 Prozent, ausgesprochen, dagegen waren 16,1 Millionen.

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    Tags:
    Brexit-Referendum, Brexit, Vodafone, Facebook, Apple, Europäische Union, Irland, Großbritannien