03:26 26 Februar 2020
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    Die Ehe unter engen Verwandten ist im Islam nicht verboten: So hat der Prophet Mohammed seine Tochter Fatima mit seinem Vetter Ali verheiratet. In der zentralasiatischen Republik Tadschikistan sind solche Ehen von nun an aber nicht mehr erlaubt.

    Das Gesetz trete heute, am 1 Juli, in Kraft, meldet ASIA-Plus. Von nun an seien Ehen unter Cousins und Cousinen,  Neffen und Nichten, Onkeln und Nichten, Tanten und Neffen  verboten. Dazu gehöre auch die Heirat unter Milchgeschwistern (Von einer Frau gestillte Kinder, die keine Blutsverwandtschaft aufweisen).

    Vor der Heirat müsse das Paar obligatorisch von Ärzten untersucht werden – sollten dabei durch Blut übertragbare Infektionskrankheiten entdeckt werden, sei eine Eheschließung  bis zur vollen Genesung untersagt.

    Solchen medizinischen Untersuchungen sollen demnächst auch alle tadschikischen Gastarbeiter, die in die Heimat zurückkehren, unterzogen werden.

    Zuvor hatte das Gesundheitsministerium der zentralasiatischen Republik erschreckende Zahlen veröffentlicht: So seien 2015 mehr als 30.000 Kinder mit Fehlbildungen und Behinderungen registriert worden. Die Mehrheit der Kinder sei in Familien geboren worden, deren Elternpaare eng verwandt sind. 10 bis 20 Prozent seien in Familien mit Infektionskrankheiten zur Welt gekommen.

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    Tags:
    Behinderung, Verwandtenheirat, Islam, Tadschikistan