00:25 17 November 2019
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    Türkische Stadt erwägt Kauf von Haus für Familie des getöteten russischen Piloten

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    Normalisierung der russisch-türkischen Beziehungen (108)
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    Die türkische Stadt Kemer will der Familie Oleg Peschkows ein Haus schenken, berichtet das Nachrichtenportal newsru.com am Freitag unter Berufung auf den TV-Sender „Haberturk“. Der russische Pilot ist im November letzten Jahres beim Abschuss seiner Su-24 durch die türkische Luftwaffe ums Leben gekommen.

    Der Bürgermeister von Kemer, Mustafa Gül, unterbreitete den Vorschlag  bei einem Treffen mit dem russischen Konsul in Antalya, Alexander Tolstopjatenko. In einem Gespräch mit Sputnik kommentierte Gül diese Entscheidung:

    „Beim Treffen mit dem russischen Konsul in Antalya haben wir diesen Vorschlag im Namen der öffentlichen Organisationen von Kemer (…) unterbreitet. Wir möchten, dass unsere Beziehungen zu Russland sich so schnell wie möglich verbessern“, so Gül.

    Der russische Pilot sei bekanntlich nach dem Abschuss seines Flugzeugs auf eine unmenschliche Weise angegriffen und getötet worden.

    „Angesichts dieses tragischen Vorfalls haben wir der Familie des Piloten unser tiefes Beileid und und unsereTrauer ausgedrückt und vorgeschlagen, seinen Verwandten ein Haus in Kemer zu schenken. Wir hoffen, dass Moskau und die Familie des Piloten diesen Vorschlag annehmen“, so der Bürgermeister weiter. 

    Russlands Generalkonsul in Antalya, Alexander Tolstopjatenko, bestätigte die Initiative der Stadtregierung.

    „Ich habe am Vortag eine Delegation aus dem Bürgermeisteramt der Stadt Kemer unter der Leitung Mustafa Güls empfangen. Die Stadtregierung hat ihren Wunsch zum Ausdruck gebracht, der Familie des gestorbenen Piloten ein Haus zu schenken“, sagte der Diplomat. Eine Entscheidung diesbezüglich stehe noch aus.

    Anfang der Woche sagte der Sprecher des türkischen Präsidenten, Ibrahim Kalin, dass Ankara bereit sei, „die Frage der Entschädigung der Hinterbliebenen des Piloten zu erörtern“. Die türkische Seite sei bereit, so der Sprecher, Schritte zu unternehmen, um „den Schmerz der Familie zu lindern“. Die türkische Regierung werde eine solche Anfrage prüfen, falls diese vonseiten der Verwandten Peschkows eingehen sollte.

    Seit dem Gespräch des türkischen Präsidenten Erdogan mit dem russischen Staatschef Putin bessern sich die Beziehungen der beiden Länder allmählich. Auf der gestrigen Sitzung der Botschafter des russischen Außenministeriums hat Wladimir Putin eine baldige Normalisierung der russisch-türkischen Beziehungen angekündigt. Dabei betonte der russische Staatspräsident entgegen einer früheren Erklärung Ankaras, dass die Türkei sich für den Abschuss der Su-24 entschuldigt habe.

     „Es ist auch bekannt, dass Ankara eine Entschuldigung für den abgeschossenen russischen Bomber vorgebracht hat“, so Putin wörtlich. „Unter Berücksichtigung dessen ziehen wir es in Erwägung, in der nächsten Zeit Maßnahmen zur Wiederherstellung der bilateralen Zusammenarbeit zu treffen“, erklärte der Staatschef.

    Indes stellt der Kreml keine Informationen darüber bereit, ob Putin und Erdogan eine etwaige Entschädigung für den Abschuss der Su-24 erörterten. Zwei Tage vorher erklärte Erdogan, die Türkei habe nicht vor, den Schaden zu entschädigen.

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    Pilot, Oleg Peschkow, Türkei, Russland