23:27 04 Juli 2020
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    Terroranschlag auf Atatürk-Flughafen (29)
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    Nach dem Anschlag auf den Atatürk-Flughafen in Istanbul hat die türkische Polizei elf weitere Verdächtige festgenommen, wie die russische Zeitung „Rossijskaja Gazeta“ berichtet.

    Die Razzia war im Stadtteil Başakşehir durchgeführt worden, wo hauptsächlich Migranten aus dem Nordkaukasus wohnen. Die elf Festgenommenen sind türkischen Medienberichten zufolge ausländische Bürger. Einer von denen sei Staatsbürger Russlands.

    Die türkische Agentur DHA hatte zuvor unter Hinweis auf eine Quelle in Sicherheitskreisen zwei russische Staatsbürger unter den Verdächtigen gemeldet: einen Rakim Bulgarow und einen Vadim Osmanow.

    Der Letztere war dem Bericht von „Rossijskaja Gazeta“ zufolge einer der Ausführenden des Anschlags am Istabular Flughafen. Der gebürtige Tschetschene soll in die Türkei über Syrien gelangt sein.

    Eine offizielle Bestätigung dieser Angaben liegt noch nicht vor.

    Zuvor war berichtet worden, dass der mutmaßliche Drahtzieher der Istanbul-Anschläge, der Tschetschene Ahmed Tschatajew, 13 Jahre lang durch die Welt habe reisen können, obwohl ein begründeter Terrorverdacht und der Verdacht auf mehrere Vergehen gegen ihn vorgelegen haben, äußerte eine Quelle aus Russlands Sicherheitsbehörden. Die Auslieferung zu einem Gerichtsverfahren an Russland sei mehrmals abgelehnt worden.

    Am 28. Juni hatten sich drei Explosionen am internationalen Terminal des Istanbuler Flughafens ereignet. Laut jüngsten Angaben des türkischen Premierministers, Binali Yıldırım, schossen drei Angreifer um sich und verübten Selbstmordattentate.

    Nach Angaben von Al-Monitor stammen mindestens zwei der Attentäter aus Zentralasien, wahrscheinlich aus Usbekistan und Kirgistan, und sind mit halbautonomen Zellen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS, Daesh) verbunden, die sich nicht völlig dem einheitlichen IS-Kommando unterordnen.

    Die türkischen Behörden bestätigten am Donnerstag, dass der Anschlag am Istanbuler Flughafen von Terroristen aus Usbekistan, Russland und Kirgistan verübt wurde.

    Verschiedenen Quellenangaben zufolge sind mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen, darunter 13 Ausländer; 37 Opfer sind bereits identifiziert worden. 239 Menschen wurden verletzt, 109 sind schon aus den Krankenhäusern entlassen worden, die übrigen werden noch stationär behandelt.

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    Verdächtiger, Angriff, Festnahme, Istanbuler Atatürk-Flughafen, Istanbul, Türkei, Russland