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    „Sex sells“ Erfolg für die Liste an der Uni Tübingen

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    In Tübingen ist "Die Liste", die Studentenorganisation von "Die Partei", erstmals in den Studentenrat eingezogen. Dabei hat das Motto "Sex sells" offenbar geholfen. "Die Liste" hat mit Plakaten und Flyern für sich geworben, auf denen eine junge, attraktive Frau zu sehen ist.

    Die Überschrift des Flyers lautet "Dekolleté statt NC“. Laut Moritz Hahn, dem Vorsitzenden der „Liste“ an der Universität Tübingen, hat dieses Motiv den Wähler überzeugt: „Hauptsächlich wurde es positiv aufgenommen. Von der einen oder anderen Seite wurde uns auch Sexismus vorgeworfen. Es gab auch teilweise Verwirrung, weil es Leute gab, die dachten, dass die Person auf dem Foto ich wäre, weil ja mein Name drunter steht.“

    Dieses Missverständnis räumte Hahn aber gegenüber Sputnik endgültig aus der Welt: „Es gibt auf der Liste neben mir auch noch andere Personen, das wollten wir mit dem Plakat zeigen – wie etwa die Marie, die auf dem Plakat zu sehen ist.“ Und diese Marie hat laut Hahn für das Foto ein durchweg positives Feedback bekommen.

    „Sex sells“ Erfolg für die Liste an der Uni Tübingen
    „Sex sells“ Erfolg für die Liste an der Uni Tübingen

    Ob auch Hahn am Ende der einjährigen Legislaturperiode ein gutes Feedback bekommen wird, ist offen. An seinen Zielen wird es aller Voraussicht nach nicht liegen, vorgenommen hat sich der leidenschaftliche Biertrinker einiges: „Mehr Kompetenz im Studierendenrat, das Ziel habe ich durch die Wahl bereits erreicht. Weitere Punkte sind, dass Wehrsport in den Hochschulsport mitaufgenommen wird und für alle zur Pflicht wird – wie es etwa in Nordkorea der Fall ist, das ist unser großes Vorbild.“

    Heere Ziele für den Einzelkämpfer, Hahn ist sich dessen bewusst. Aber der Instinktpolitiker weiß auch: Ohne Brot und Spiele geht es nicht. Auch hier zeigt sich der leidenschaftliche Biertrinker durchaus kreativ und stellt Wählerinnen und Wähler flauschige Gefährten für lonely hours im Studentenwohnheim in Aussicht: „Wir wollen erreichen, dass vom Studierendenrat jedem Studierenden in Tübingen ein Baby-Einhorn finanziert wird.“

    Einhörner und Dekolleté  — wie Politik im Jahr 2016 offenbar funktioniert — „Die Liste“ an der Universität in Tübingen macht es vor.

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    Tags:
    Universität Tübingen, Moritz Hahn