06:47 24 Januar 2018
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    Kaspersky-Experte: So legt Android-Schädling HummingBad unsere Handys lahm

    © Flickr/ Nina Helmer
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    Die chinesische Schadsoftware HummingBad, die bereits 85 Millionen Android-Smartphones weltweit infiziert haben soll, ist nach Angaben des russischen Antivirus-Softwareherstellers Kaspersky Lab bereits seit Juli 2015 auf Handy-Jagd.

    Kaspersky zählt diesen Trojaner zur sogenannten lop-Familie, ein weiterer Fachbegriff für die Gruppe der HummingBad. Besonders verbreitet sei dabei seit August vergangenen Jahres die C-Modifikation, teilte Victor Chebyshev, Anti-Virus-Experte von Kaspersky Lab, gegenüber Sputnik mit. Das Sicherheitsunternehmen habe bereits über 144.000 Attacken auf Unique Users abgewehrt. 

    Deutschland liege dabei nach der Zahl der abgeblockten Angriffe auf Platz 13, wenn man die Angaben von den Nutzern der Kasperky-Sicherheitstools analysiert. Am meisten betroffen seien die Nutzer in Russland, wo seit Juni 2015 über 46.000 solche Attacken registriert wurden. Auf Platz zwei nach liegt laut Kaspersky Lab Indien, gefolgt von der Ukraine und der Türkei. In Russland wird der Schädling unter anderem auch per SMS verbreitet, hieß es. 

    Die Schadenssoftware HummingBad lädt im Hintergrund Werbung und tut so, als ob der Smartphone-User die Reklame immer wieder anklicken würde. Für jeden Klick muss das werbende Unternehmen dann zahlen. Die Betrüger verdienen so an der Schadsoftware offenbar bis zu 10.000 Dollar täglich, heißt es in einem „Chip“-Bericht.

    Das Schadprogramm kann immer wieder neue Werbungen downloaden sowie andere Trojaner installieren, sodass das Gerät bald überhaupt nicht mehr nutzbar ist, so Chebyshev. Der Trojaner roote die Geräte, deswegen könne der betroffene User ihn und die Folgen seiner Tätigkeit selbst nicht völlig löschen.

     

    Tags:
    Handy, Schadsoftware, Trojaner, Kaspersky Lab, Victor Chebyshev, Deutschland, Russland
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