09:02 21 September 2017
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    50-Euro-Schein von EZB fälschungssicher? Polizeigewerkschaft zweifelt

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    Die Europäische Zentralbank (EZB) führt einen neuen 50-Euro-Geldschein ein, um die Zahl der Fälschungen zu verringern. Die Deutsche Polizeigewerkschaft aber bezweifelt, dass die neue Banknote im Kampf gegen die Kriminellen wirklich helfen wird, wie Spiegel Online am Mittwoch berichtet.

    Nachdem die angeblich betrugsresistenten Fünfer, Zehner und Zwanziger bereits in Umlauf gebracht worden waren, soll der neue Fünfziger im April 2017 eingeführt werden. Er habe neue Sicherheitsmerkmale, die den Geldfälschern das Handwerk erschweren sollen: Auf dem neuen Geldschein sei bei Drehung der Banknote eine glänzende „Smaragd-Zahl“ zu sehen, so Spiegel Online. Die griechische Mythenfigur Europa sei als Wasserzeichen dargestellt. Die neue Banknotenserie heiße dementsprechend „Europa-Serie“.

    Mit der neuen Banknote hoffe die EZB, die Zahl der gefälschten Geldscheine zu reduzieren. Aber die Deutsche Polizeigewerkschaft hält den neuen Fünfziger „keineswegs für fälschungssicher“. Die überarbeiteten Sicherheitsmerkmale der Banknote könnten allein „dazu beitragen, Fälschungen besser zu erkennen und die Arbeit der Polizei zu erleichtern“.

    2015 wurden der EZB zufolge 899.000 gefälschte Geldscheine aus dem Verkehr gezogen. Die Fälscher setzen dabei vor allem auf Banknoten mit höherem Wert.

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    Tags:
    Fälschung, Geld, Währung, Sicherheit, Euro, Deutsche Polizeigewerkschaft, Europäische Zentralbank (EZB), Deutschland
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