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    Arsenij Jezenjuk

    Ex-Premier Jazenjuk gesteht politische Einschüchterung und Erpressung

    © AP Photo / Manuel Balce Ceneta
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    Der Ex-Ministerpräsident der Ukraine, Arsenij Jazenjuk, hat in einem Interview mit der US-Zeitschrift „Foreign Policy“ zugegeben, dass er für die Reformen und seine politischen Ansichten hart durchgreifen musste.

    Die Politik ist Jazenjuk zufolge „nicht das beste und bei weitem nicht das sauberste Ding in der Welt“.

    „Immer wieder musste ich dem Parlament gegenüber in die Offensive stehen. Ich kann sogar sagen, dass es politische Erpressung und politische Einschüchterung gab, um Stimmen zu bekommen. Ziel war aber immer das Resultat. Und letztendlich haben wir alle Gesetze verabschieden können“, so der Ex-Premier gegenüber „Foreign Policy“.

    Jazenjuk hat nach eigenachnen Angaben den Posten zu einem Zeitpunkt angenommen, als dies „politischer Selbstmord“ war. Er würde aber politisch gesehen nichts an seinem damaligen Vorgehen ändern.

    Zu seinen Zukunftsplänen äußerte sich der Politiker nur zurückhaltend und verband diese mit dem Willen der Wähler. Viele Analytiker meinen allerdings, dass Jazenjuk nun nur abwarte, um sein Comeback in die ukrainische Politik vorzubereitet, so der FP-Bericht weiter.

    Arseni Jazenjuk war als ukrainischer Premier am 10. April nach Korruptionsvorwürfen zurückgetreten. Er war bekannt für seine häufigen Skandale in dem ukrainischen Parlament und seine inadäquaten öffentlichen Äußerungen und Initiativen.

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    Tags:
    Erpressung, Politik, Ministerpräsident, Arsseni Jazenjuk, Ukraine