12:01 23 April 2019
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    Terroranschlag im Irak (Archivbild)

    IS greift schiitisches Heiligtum im Irak an – 35 Tote

    © RIA Novosti.
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    Bei einer Anschlagsserie und dem Beschuss der nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Balad sind in der Nacht zum Freitag 35 Menschen getötet und mindestens 60 verletzt worden, meldet Reuters unter Berufung auf Informationen aus dem örtlichen Sicherheitsdienst.

    Nach Angaben der Agentur hatte ein Selbstmordattentäter am Eingang zum Grabbau eines schiitischen Heiligtums in der Provinz Salah ad-Din, etwa 90 Kilometer von Bagdad entfernt, einen Sprengsatz gezündet. Sein Mittäter drang zusammen mit neun Bewaffneten in die von Polizisten bewachte Gruft ein. Zudem wurde das Gelände rund um die Kultstätte mit Raketen beschossen. Einer der Terroristen wurde getötet.

    Die Terrorgruppierung „Islamischer Staat“ hat sich zu dem Angriff bekannt.

    Knapp eine Woche zuvor hatte der IS ebenfalls einen Anschlag im Irak begangen. Ein mit Sprengstoff gefülltes Auto explodierte in der Nacht zum 3. Juli im Zentrum von Bagdad. 292 Menschen wurden getötet. Die Explosion löste Brände in mehreren Gebäuden aus.

    Nach dem Terroranschlag hat der irakische Premier Haider al-Abadi den Sicherheitskommandeur von Bagdad und weitere leitende Mitarbeiter der Sicherheits- und Aufklärungsbehörden der irakischen Hauptstadt entlassen, teilte der Fernsehsender Al-Sumaria unter Berufung auf den Pressedienst von Al-Abadi mit. Der Premier hatte zuvor dem Rücktritt von Innenminister Muhammad Salim al-Ghabban zugestimmt.

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    Angriff, Anschlagsserie, IS, Haider al-Abadi, Irak