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    Anschläge von Paris

    Rotterdam: Mutmaßliche Waffenlieferanten von Paris-Attentätern festgenommen

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    Terroranschläge in Paris am 13. November 2015 (141)
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    Die niederländische Polizei hat in Rotterdam zwei Männer im Alter von 30 und 32 Jahren festgenommen, die etwas mit dem Terroranschlägen in Paris und Brüssel zu tun haben könnten, berichtet das Portal Life.ru am Samstag.

    Bei einem der Terrorverdächtigten handele es sich um den Franzosen Anis Bahri. Er hinterließ seine Fingerabdrücke auf einer Plastiktüte mit Patronen für eine Kalaschnikow-Maschinenpistole, die die Geheimdienste bei einem Anti-Terror-Einsatz im März 2016 in Rotterdam sichergestellt hatten. Außerdem wurden in seiner Wohnung nach Polizeiberichten 45 Kilo Sprengstoff entdeckt.

    Bahri steht unter Verdacht, Kontakte mit dem Terroristen Reda Kriket unterhalten zu haben, der die Terroranschläge in Paris geplant hatte. Im Mai dieses Jahres hatte ein Gericht in Amsterdam die Auslieferung von Bahri in die Heimat beschlossen.

    Anti-Terror-Razzia in Brüssel
    © REUTERS / Christian Hartmann
    Am 13. November hatten drei Terroristengruppen Paris attackiert. Bei den Explosionen am Stadion Stade de France, einer Massengeiselnahme in der Konzerthalle Bataclan und Schüssen auf mehrere Cafés waren mehr als 130 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 350 weitere wurden verletzt. Zu der größten Terrorattacke in der Geschichte Frankreichs bekannte sich die Terrororganisation Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS), die mehrere Gebiete im Irak und in Syrien kontrolliert.

    Bei den Anschlägen auf dem Flughafen und die U-Bahn in Brüssel waren am 22. März 32 Menschen getötet und rund 340 verletzt worden. Zwei Bomben explodierten am Brüsseler Flughafen, eine weitere in der U-Bahnstation Maelbeek in der Nähe des EU-Viertels. Zu den Anschlägen bekannte sich ebenfalls der IS.

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    Waffenlieferanten, Festnahme, life.ru, Terrormiliz Daesh, EU, Niederlande, Belgien, Syrien, Irak, Frankreich