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08:21 19 September 2019
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    Spionage-Skandal: BND bespitzelte Dutzende EU- und Nato-Freunde

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    2013 soll der BND Regierungen Dutzender EU-Mitgliedstaaten und Nato-Partner belauscht haben, wie deutsche Medien am Montag unter Berufung auf einen dpa-Bericht mitteilen.

    Dabei habe der BND besonders intensiv diplomatische Vertretungen von EU- und Nato-Ländern ausspioniert, so die dpa-Meldung mit Verweis auf eine ihr vorliegende „Bewertung des Bundestagsgremiums zur Kontrolle der Geheimdienste (PKGr)“. Insgesamt waren 3.300 Ziele im Visier, darunter Staats- und Regierungschefs, Minister und militärische Einrichtungen.

    2013 waren auch die Maßstäbe der US-Spionage in Deutschland nach den Enthüllungen des Whistleblowers und Ex-NSA-Mitarbeiters Edward Snowden bekannt geworden. Später hatte sich der Skandal gedreht, als sich herausstellte, dass der BND den Amerikanern bei deren europäischem „Engagement“ geholfen hatte. Diese Tatsache hatte damals bereits eine heftige Kritikwelle gegen das Kanzleramt hervorgerufen.

    Der BND hatte mehrmals erklärt, dass jegliche Spionageaktivitäten nach den Snowden-Enthüllungen 2013 eingestellt worden wären, aber der neue dpa-Bericht offenbart neue Einzelheiten. Und nun dürften Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Regierung durchaus in Erklärungsnot kommen.

     

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    Tags:
    Spionage, dpa, Bundesnachrichtendienst (BND), NATO, Edward Snowden, Europäische Union, Deutschland