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20:23 17 Oktober 2019
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    Ausschreitungen am Kölner Hauptbahnhof an Silvester

    BKA stellt Zusammenhang zwischen Silvester-Übergriffen und Zuwanderung fest

    © AFP 2019 / Markus Boehm / dpa
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    Silvester-Übergriffe gegen Frauen in Köln (56)
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    Zum ersten Mal stellt das Bundeskriminalamt einen Zusammenhang zwischen den Silvester-Übergriffen in Köln und der „starken Zuwanderung“ in Deutschland fest. Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) unter Berufung auf eine BKA-Bilanz berichtet, hätten sich mehr als 2.000 Männer an den Taten beteiligt. Anzeigen gab es jedoch nur gegen 120.

    Deutschlandweit habe es in der Silvesternacht rund 900 Sexualdelikte mit mehr als 1.200 Opfern gegeben, so das BKA in seiner Abschlussbilanz. Dabei seien aber nur 120 Verdächtige ermittelt worden

    „Wir müssen davon ausgehen, dass viele dieser Taten auch im Nachgang nicht mehr ausermittelt werden“, wird BKA-Präsident Holger Münch von der SZ zitiert.

    Bei den Tätern habe es sich um Gruppen gehandelt. Somit seien nach Schätzungen des BKA mehr als 2.000 Männer an den Taten beteiligt gewesen. Dabei seien bei einigen Fällen mehrere Frauen betroffen gewesen. Bis heute habe es aber bundesweit nur vier Verurteilungen in diesem Zusammenhang gegeben, und das aufgrund fehlender aussagekräftiger Beschreibungen der Täter.

    Unter anderem betont das BKA, dass etwa die Hälfte der Tatverdächtigen sich weniger als ein Jahr in Deutschland aufgehalten haben.

    „Insofern gibt es schon einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten des Phänomens und der starken Zuwanderung gerade 2015“, sagte Münch.

    In der Silvesternacht war es in Köln und anderen deutschen Städten zu massenhaften Übergriffen auf Frauen und Männer seitens Flüchtlingen und Migranten gekommen. Bei der Kölner Polizei waren nach Stand von Ende April mehr als 1.500 Anzeigen eingegangen, wobei ein Drittel der Klagen im Zusammenhang mit Sexualstraftaten eingereicht wurde. Außerdem wurden zahlreiche Diebstähle gemeldet.

    Laut Augenzeugen gab es unter den Tätern junge Männer nordafrikanischen oder arabischen Aussehens. Nach den Ereignissen der Silvesternacht wurden landesweite Übergriffe auf Migranten aus islamischen Staaten sowie massenhafte Protestaktionen und Ausschreitungen von Menschen rechter Gesinnung gemeldet. Solche Ausschreitungen gab es in deutschen Städten wie Hamburg, Stuttgart, Berlin, Frankfurt am Main und Nürnberg, aber auch in Schweden, Finnland, Österreich, der Schweiz und anderen europäischen Ländern.

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    Tags:
    Migranten, Sexualdelikte, Bundeskriminalamt (BKA), Köln, Deutschland