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10:51 21 September 2019
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    US-Waffen

    Dank russischer „Aggression“: USA froh über gestiegene Nachfrage nach eigenen Waffen

    © REUTERS / Jim Young
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    Das Pentagon stellt eine weltweit gestiegene Nachfrage nach US-Waffen fest und erwartet, dass das Wachstum in den kommenden Jahren anhalten wird, sagte die stellvertretende Befehlshaberin der US-Luftwaffe für internationale Beziehungen, Heidi Grant, am Sonntag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters.

    Grant hob hervor, dass die vom Pentagon gebilligten Waffenverkäufe im vergangenen Finanzjahr insgesamt um 36 Prozent gewachsen seien und 46,6 Milliarden US-Dollar erreicht hätten. Besonders beliebt seien Militärausrüstung und —flugzeuge sowie Drohnen aus US-amerikanischer Produktion.

    In diesem Jahr wird es Grant zufolge weiter Erfolge der USA auf dem Rüstungsmarkt geben, und zwar im Zusammenhang mit der Situation in Osteuropa, die nach der „Annexion“ der Krim durch Russland entstanden sei.

    Derzeit laufen Lieferverhandlungen mit einigen Ländern in dieser Region, die ihre Verteidigung wegen des aggressiven Verhaltens Russlands zu stärken versuchten, so die Gesprächspartnerin der Agentur. Dabei betonte sie, dass mehrere Länder Osteuropas eine äußerst niedrige Kaufkraft hätten, deshalb würden sie allem Anschein nach ihre Ressourcen zusammenlegen.

    Das Thema der Verteidigung Europas vor Russland war auf dem unlängst in Polen abgehaltenen Nato-Gipfel sehr populär. Der Generalsekretär der Allianz, Jens Stoltenberg, sprach von der Notwendigkeit, eine „kollektive Verteidigung voranzutreiben".

    Stoltenberg unterstrich, dass der Dialog mit Russland nur dann möglich sei, wenn die russischen Behörden eine Reihe wichtiger Bedingungen einhalten. Eine davon ist ihm zufolge die Einstellung der „politischen, finanziellen und militärischen“ Unterstützung für die Separatisten, die im Osten der Ukraine agieren.

    US-Präsident Barack Obama hält es für wichtig, die Verteidigung in den baltischen Ländern und in Polen als Antwort auf Russlands Verstoß gegen die Souveränität und die territoriale Integrität der Ukraine zu stärken. Er hob hervor, dass die Nato-Verbündeten mit gemeinsamen Bemühungen ein System der kollektiven Verteidigung von solch einer Größe ins Leben rufen werden, wie es die Welt seit dem Ende des Kalten Krieges noch nicht gesehen habe.

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    Tags:
    Rüstungsexporte, Rüstungen, Nato-Gipfel in Warschau, Jens Stoltenberg, Barack Obama, USA, Russland