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    Koffing. Giftgas-Pokemon

    Washington: Holocaust-Museum klagt gegen Pokémon

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    Die Überwachungskameras des Holocaust-Museums in Washington D.C. haben Besucher dabei ertappt, wie diese selbst im den Opfern der Nazi-Gaskammern gewidmeten Ausstellungssaal Pokémon-Apps spielen. Die Museumsleitung ist entsetzt, wie The Washington Post berichtete. Die App-Entwickler haben in dem Raum das Giftgas-Monster Koffing „platziert“.

     „Pokémon Go in einem Museum zu spielen, das als Holocaust-Gedenkstätte gilt, ist unmöglich“, so der Pressevertreter des Holocaust Memorial Museums, Andrew Hollinger, gegenüber CNN.

    Bei der App müssen Pokémons an unterschiedlichen Orten der Welt gejagt werden. So führte das Spiel bereits Pokémon-Fans ins Ausschwitz-Museum in Polen, ins Holocaust-Museum in Los Angeles, zum Nationalen Denkmal für den 11. September Memorial sowie zum Gedenkort für Vietnamkrieg-Veteranen in Washington.
    Das Holocaust-Museum in Washington klagte und der Pokémon wurde aus dem Saal „entfernt“. Die Gedenkstätte wird nicht mehr als Zugangspunkt in der Pokémon-App angegeben.

    Die erfolgreiche App lässt die Spieler kleine Pokemon-Figuren in der Umgebung suchen, um so mit den anderen Teilnehmern des Abenteuers zu wetteifern. Aktive Spieler berichten von stundenlangen Fahrten auf der Suche nach den „Taschenmonstern“. Zwei Gamer in Neuseeland liehen sich sogar ein Kajak, um ins Zentrum der Wellington-Bucht zu gelangen. In Missouri gerieten örtlichen Medienberichten zufolge Spieler in eine Falle, die von bewaffneten Räubern aufgestellt worden war. Eine andere Person soll gar eine Leiche im Fluss statt eine Pokemon-Figur gefunden haben.

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    Washington, USA