06:57 11 Dezember 2019
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    Städte brauchen Helden: Moskauer Batman kämpft gegen Drogen

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    Die Stadt Chimki bei Moskau hat seinen eigenen „Batman“, der aktiv gegen Drogenhandel und -konsum vorgeht. Er soll bereits 40 Verbrecher gestellt haben, wie russische Medien unter Berufung auf den offiziellen Twitter-Account des „Superhelden“ berichten.

    Tatsächlich heißt der Aktivist natürlich nicht „Batman“. Der Name stammt von einem Taxifahrer, der den Mann erstmals Anfang Juni gesehen haben will, wie die Zeitung „Moskowskij Komsomolez“ schreibt. Der „Held“ soll eine Maske und einen langen Mantel getragen und eine bekannte Drogenhölle besucht haben. Nach seiner „Mission“ habe er das Wohngebäude sofort wieder verlassen, wird der Taxifahrer bei mk.ru zitiert.

    „Ich möchte das klarstellen: Ich ahme Batman nicht nach. Ich habe weder Namen noch Mantel von Batman. Leider ist Batman der einzige Held, dessen Name der Taxifahrer kannte“, schrieb der Moskauer unter dem Login „Jnec Gream Riper in seinem Twitter-Account.

    Mittlerweile folgen schon 4.000 User den verschiedenen Fotos und philosophischen Tweets des „Superhelden“.

    ​Russische Medien veröffentlichten außerdem einen Brief von Jnec Gream Riper an die Polizei. Da schreibe er über sich selbst:

    „Mein Name ist Riper und ich kämpfe seit einem halben Jahr gegen eine Krankreit, an der unsere Gesellschaft seit langem leidet. Diese Krankheit heißt Kriminalität. Und ich führe einen Kampf gegen Drogenhändler, Vergewaltiger und kriminelle Gruppierungen“. Zudem behauptet der Held, er habe bereits 40 gefährliche Menschen „festgenommen“, mehrere Drogenlaboratorien „geschlossen“. Dabei wolle er explizit nicht berühmt werden. Aber die Polizei könne zurzeit weder die Bürger noch sich selbst schützen, deswegen helfe er dabei. Dabei hoffe er sehr auf die nützlichen Informationen von Bürgern.

    Jnec Gream Riper ist vor allem in der Stadt Chimki im Nordwesten Moskaus unterwegs. Im Internet ist auch ein Video mit dem einheimischen Helden aufgetaucht, das bereits mehr als 300.000 Menschen gesehen haben.

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    Tags:
    Verbrechen, Drogen, Moskau, Russland