08:21 14 November 2019
SNA Radio
    MaxBionic - Prothese

    Russischer Ingenieur entwirft einzigartigen Roboter-Arm – preisgünstig und innovativ

    © Foto: MaxBionic
    Panorama
    Zum Kurzlink
    5701
    Abonnieren

    Der 28-jährige Ingenieur aus Norilsk Maksim Lyashko, der seinen rechten Arm in einem Bergwerk verloren hat, beschloss als Ersatz einen bionischen künstlichen Arm zu bauen.

    Lyashko (R) und der Patient mit MaxBionic-Prothese
    Lyashko (R) und der Patient mit MaxBionic-Prothese

    Der Ingenieur machte sich Ende 2014 an die Arbeit. Nach ein paar Monaten war das erste Muster fertig. Das Projekt heißt MaxBionic. Die Finanzmittel für  seine Fortsetzung werden seit dem 30. Mai auf der russischen Crowdfunding-Plattform „Boomstarter“ gesammelt. Das Ziel heißt, 21.000 Euro für die Entwicklung einer Opensource-Version der Prothese, die sich auf einem 3D-Drucker ausdrucken lässt. Die Prothese selbst wird wenig als 1.000 Dollar kosten, wobei  der Preis für solche Produkte hoher Qualität nach den Angaben von Layshko zwischen 25.000 und 250.000 Dollar liegt.

    Lyashko (L) und ein Patient mit MaxBionic - Prothese
    Lyashko (L) und ein Patient mit MaxBionic - Prothese

    Durch einen Betriebsunfall im Juli 2013 hatte Lyashko einen Arm verloren. Bereits im Krankenhaus, als er aus der Notfallstation entlassen wurde, bat er, ihm seinen Computer zu bringen, um sich bereits mit dem Thema Prothesierung zu befassen. Lyashko fand heraus, dass die Prothesen sehr kostspielig und dabei die hohen Summen nicht wert sind, da ihre Funktionalität zu wünschen übrig lässt. So entschloss er sich, seine eigene Prothese zu konstruieren.

    MaxBionic - Prothese
    MaxBionic - Prothese

    Der Erfinder versucht einen künstlichen Arm zu bauen, der hundert Mal weniger kostet und dabei genauso funktionstüchtig wie seine kostspielige Analogen ist, wie etwa von der deutschen Marke Ottobock, die 80 Prozent des russischen Prothesen-Marktes kontrolliert. Lyashko setzt auf eigene Ideen und die künftige Herstellung einiger Komponenten in Russland. Ohne den Akkumulator wiegt der Arm 400 Gramm. Er ist mit einer eigenen Steuerkarte ausgestattet.

    Das Projekt habe alles, was Menschen für das Crowdfunding anlockt – Technologien und eine soziale Komponente, so Anastasija Marischujk, PR-Managerin der Boomstarter-Plattform.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Die Welt steht Kopf: Autor mit schwerer Behinderung schafft Unmögliches
    Gleichstellung von Behinderten: Aktivisten kritisieren Gesetzesreformen
    Protest in Bolivien: Behinderter auf Rollstuhl an Brücke gehängt – Video