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    Nach Anschlag in Nizza: Italien verschärft Kontrolle an französischer Grenze

    © AFP 2019 / JEAN-CHRISTOPHE MAGNENET
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    Anschlag von Nizza (111)
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    Die italienischen Behörden verschärfen nach dem Anschlag in Nizza die Kontrolle an der Grenze zu Frankreich.

    Laut der Agentur Ansa sind an den italienischen Grenzkontrollpunkten unweit von Ventimiglia – Ponte San Ludovico und Ponte San-Luigi – zur Verstärkung der Polizei Militärangehörige und Carabinieri eingetroffen.

    „Wir haben die Meldung erhalten, dass sich die Fliehenden nach Italien begeben könnten, aber im Augenblick liegt uns keine konkrete Bestätigung vor“, führt die Agentur die Worte eines Polizeisprechers an.

    Sofort nach dem Geschehen in Nizza hat die Polizei die Kontrolle aller aus Frankreich über zweitrangige Straßen und Gebirgspässe in Italien eintreffenden Fahrzeuge eingeleitet.

    Im italienischen Innenministerium in Rom findet heute eine Sondersitzung des nationalen Komitees für öffentliche Ordnung und Sicherheit statt, das der Innenminister Angelino Alfano im Zusammenhang mit dem Anschlag in Nizza noch in der Nacht einberufen hatte. An diesem Sicherheits-Gipfel beteiligen sich die Chefs der Polizei, der Carabinieri und auch der Streitkräfte. Im Mittelpunkt stehen die Sicherheitsvorkehrungen zur Vorbeugung von Anschlägen in Italien.

    Während der Feiern zum französischen Nationalfeiertag ist am späten Donnerstagabend in Nizza ein Lastwagen zwei Kilometer in eine Menschenmenge gerast, die sich das Feuerwerk angesehen hat. Im Lastwagen wurden Granaten und Feuerwaffen gefunden. Der Fahrer wurde von der Polizei niedergeschossen. Nach jüngsten Angaben sind bei dem Anschlag 84 Menschen ums Leben gekommen, über 100 wurden verletzt, Dutzende davon schwer. Frankreichs Präsident hat diesen Anschlag als Terror eingestuft.

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    Grenzkontrolle, Nizza, Italien, Frankreich