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03:17 21 September 2019
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    Polizei nach einer Schießerei in der US-Stadt Baton Rouge

    Polizeifalle von Baton Rouge? Schütze war Navy-Soldat im Irak – Medien

    © REUTERS / Joe Penney
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    Der Schütze Gavin Long, der am Sonntag in Baton Rouge im US-Bundesstaat Staat Louisiana das Feuer auf Polizisten eröffnet hat, war laut Reuters zuvor als Marinesoldat im Irak.

    Örtlichen Medienberichten zufolge war Long im Jahr 2005 zum Wehrdienst eingezogen worden. In den Jahren 2008 und 2009 war er als Marineinfanterist im Irak stationiert. Er wurde nach fünf Jahren Dienst im Jahr 2010 ehrenhaft entlassen. Bislang wurden diese Medien-Informationen jedoch nicht bestätigt.

    Der Täter von Baton Rouge soll laut Polizeiangaben den Rettungsdienst angerufen haben, um Polizisten in eine Falle zu locken, wie Reuters unter Verweis auf eigene Quellen meldet.       

    Zuvor war mitgeteilt worden, dass die Sicherheitskräfte zwei mutmaßliche Mittäter des Schützen festgenommen hätten.    

    Bei der Schießerei in Baton Rouge wurden am Sonntag drei Polizisten erschossen, weitere drei verletzt. Der Täter selbst wurde bei einem Schusswechsel getötet.  Der 29-jährige Afroamerikaner wurde als Gavin Long aus Missouri identifiziert.

    Die erste Mitteilung von einem bewaffneten Überfall war gegen 15.40 Uhr MESZ registriert worden. Polizisten waren nur wenige Minuten später zum Vorfallort gekommen. Dann eröffnete der Unbekannte das Feuer. 

    In der Nacht auf 6. Juli hatten zwei Polizeibeamte ebenfalls in Baton Rouge einen Schwarzen erschossen. Der Afroamerikaner verkaufte auf dem Parkplatz eines Lebensmittelgeschäfts CDs, als die Polizei von einem Anrufer verständigt wurde, dass dieser von einem CD-Verkäufer mit einer Waffe bedroht würde. Als die Beamten vor dem Geschäft erschienen, kam es zu einer Auseinandersetzung.

    Das ein von dem Augenzeugen gefilmte und in den sozialen Netzwerken verbreitete Video, zeigt, wie die Polizisten den Afroamerikaner brutal am Boden halten. Dann ertönt ein erster Schuss, und die Kamera schwenkt nach rechts. Einer der Beamten soll mehrfach aus kurzer Distanz in die Brust des Mannes geschossen haben. Kurz darauf ist der Afroamerikaner in dem roten T-Shirt tot.

    Der tödliche Vorfall rief eine Protestwelle im ganzen Land hervor. So waren bei anschließenden Anti-Rassismus-Protesten am vergangenen Donnerstag in Dallas fünf Polizeibeamten getötet worden. Mehrere Heckenschützen hatten auf insgesamt elf Sicherheitsbeamte geschossen. Wenigstens sieben Polizisten wurden teils schwer verletzt.

    Innerhalb von nur 48 Stunden waren zuvor zwei Afroamerikaner durch Polizisten zu Tode gekommen. Im US-Bundesstaat Louisiana hatten in der Nacht auf Dienstag zwei Polizisten Alton Sterling auf einem Parkplatz zu Boden gezwungen und ihn aus nächster Nähe erschossen. Im US-Bundesstaat Minnesota wurde am Donnerstag Philando Castile bei einer Verkehrskontrolle erschossen.

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    Tags:
    Protestwelle, Reuters, Philando Castile, Alton Sterling, Gavin Long, Irak, USA