23:01 27 Februar 2020
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    Hubert Wöll, Inhaber eines Sportmodengeschäfts im Tiroler Bezirk Schwaz, hat für seinen Laden ein Verbot für verschleierte Frauen verhängt. Das Verbot steht auf einem Schild auf der Eingangstür. Für den Händler scheinen Frauen in Burkas in dem malerischen Gebiet am Achensee unheimlich zu sein, wie der Kurier am Donnerstag schreibt.

    "Ich muss den Frauen ja ins Gesicht schauen können, wenn sie sich ein Rad leihen. Ich will ja auch sehen können, ob eine Frau glücklich ist. Wenn sie eine Burka trägt ist das nicht möglich“, erklärte Wöll.

    Verschleierung sei ein Zeichen der Diskriminierung von Frauen durch ihre Männer, die ihnen verbieten, ihr Gesicht zu zeigen. Das sei nicht tolerierbar in einer westlichen Gesellschaft, so der Besitzer des Ladens.

    „Wenn sie mein Geschäft betreten wollen, dann können sie das gerne tun — aber ohne Burka“, so der Tiroler.

    Josef Hausberger, Bürgermeister von Eben am Achensee, hält die Geste des Unternehmers für inakzeptabel gegenüber den arabischen Gästen, die vor kurzem auf den schönen Ort gestoßen sind und seitdem dorthin strömen. Alle Menschen seien unabhängig von ihrer Religion und ihren Sitten gleichgestellt, fügte der Ortschef hinzu.

    "Das ist für mich nicht akzeptabel. Ich bin gegen jede Ausgrenzung", schloss Hausberger.

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