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    Manuel Valls bei einer Gedenkzeremonie für die Opfer des Attentats in Nizza

    Frankreichs Premier bei Schweigeminute in Nizza ausgepfiffen

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    Anschlag von Nizza (111)
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    Eine Schweigeminute für die Opfer des kürzlichen Attentats ist am Montag in Nizza in eine Protestaktion umgeschlagen. Noch vor der Gedenkzeremonie hatten Tausende Menschen, die sich an der Promenade des Anglais versammelt hatten, den französischen Premier Manuel Valls und andere Regierungsmitglieder ausgepfiffen.

    Auch während der Blumenniederlegung durch die offizielle Delegation waren Äußerungen des Unwillens und Aufrufe wie „Die Regierung muss zurücktreten“ laut. 

    Der Terroranschlag mit 84 Toten war am 14. Juli während der Feierlichkeiten zum Tag der Bastille verübt worden. Ein 31-jähriger Tunesier raste auf der Strandpromenade mit einem Laster kurz nach dem Feuerwerk durch die Menschenmenge. Dutzende Personen wurden vom Fahrzeug erfasst und überrollt.

    Der Chef der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur und Ex-Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi, sagte, „dass die Polizei  am Tag des Anschlags auf der Promenade des Anglais nur unzureichend eingesetzt worden war“.

    Zuvor hatte der französische Ex-Präsident Nicolas Sarkozy die jetzigen  Behörden kritisiert. „In den 18 Monaten seit den Terroranschlägen gegen Charlie Hebdo ist in Frankreich nichts getan worden, was zur Bekämpfung des Terrorismus getan werden sollte“, sagte Sarkozy am Montag gegenüber dem Fernsehsender TF1.

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