16:55 31 März 2020
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    Eine zweitägige Autoauktion in der finnischen Stadt Salla unweit der Grenze zu Russland ist abgeschlossen. Das Zollamt Finnlands zieht Bilanz und erntet mit 20.000 Euro die Früchte der erfolgreichen Aktion – neue Besitzer von 128 verlassenen Autos sind gefunden worden. Die Autos benutzten Flüchtlinge, um durch Russland nach Finnland zu gelangen.

    Die Teilnehmer der Aktion kamen nicht nur aus Finnland, sondern auch aus naheliegenden Ländern, wie etwa Estland und Russland. Versteigert wurden vor allem russische Autos der Marken „Lada“ und „Wolga“. Die Preise waren lächerlich, deshalb versammelte sich in der Stadt eine ganz gemischte Gesellschaft – Jugendliche und Erwachsene, Unternehmer und ganz arme Menschen.

    Zum Verkaufsschlager wurde ein Wolga. Am Freitag kostete das teuerste Auto 640 Euro, am Samstag ist der Preis schon auf 1.200 Euro gestiegen. Die Verwaltung von Salla beschaffte sich auch ein Auto – zur Erinnerung.

    Der größte Bezieher war ein finnischer Geschäftsmann, er kaufte 11 Autos für die Gesamtsumme von 68 Euro.

    Finnische Behörden hatten den Migranten aus den Ländern des Nahen Ostens und Afrikas verboten, die Grenze zu Finnland  im Süden des Gebietes Murmansk auf Fahrrädern zu passieren, wie es früher möglich war. Diese Methode haben Tausende Flüchtlinge auf ihrem Weg aus dem Gebiet Murmansk nach Norwegen genutzt. Einigen Angaben zufolge legten die Flüchtlinge Geld zusammen und kauften alte Autos, in denen sie die Abfertigung am Grenzübergang abwarteten.

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    Finnland