12:30 21 Januar 2020
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    Bei der Durchsuchung des Zimmer des afghanischen Täters, der Fahrgäste in einem Regionalzug bei Würzburg mit einer Axt und Messern angegriffen hatte, ist eine "handgemalte IS-Flagge" gefunden worden, wie der bayerische Innenminister Joachim Herrmann im Gespräch mit dem ZDF-"Morgenmagazin" mitteilte.

    Alle Erkenntnisse der Ermittler müssten "wie ein großes Mosaik" zusammengefügt werden, um die Motivationslage des Täters zu ergründen und um zu klären, in wie weit er "dem islamistischen Bereich zuzurechnen" sei. Es müsse zudem geklärt werden, ob der junge Afghane sich in jüngster Zeit radikalisiert habe, so der Innenminister weiter.  
     
    Man müsse herausfinden, ob es sich bei der Axt-Attacke um einen Terroranschlag oder einen Amoklauf gehandelt habe. "Das muss jetzt sorgfältig ermittelt werden", sagte Herrmann mit Verweis auf die Arbeit des Landeskriminalamts in den kommenden Tagen.

    Ein junger Mann hatte in einem Regionalzug bei Würzburg Fahrgäste mit einer Axt und Messern angegriffen. Mindestens vier Menschen wurden dabei schwer verletzt. Ein Passagier wurde leicht verletzt, 14 Menschen erlitten einen Schock, so ein Polizeisprecher vor Ort. Der Angreifer wurde beim Fluchtversuch von Polizisten erschossen. Die vier Verletzten sollen aus Hongkong stammen, wie der Hongkonger Regierungschef Leung Chun-Ying bestätigte.

    Bei dem Täter handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um einen Flüchtling aus Afghanistan, der ohne Eltern nach Deutschland gekommen war.Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus. Der 17-Jährige habe seit einiger Zeit im Landkreis Würzburg gelebt, in einer Einrichtung in Ochsenfurt. Zuletzt habe er bei einer Pflegefamilie gewohnt.

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    Tags:
    Attacke, Zug, Joachim Herrmann, Würzburg