12:42 10 Dezember 2019
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    Ist in Italien noch Platz für Touristen? Aufenthaltsbegrenzung als Problemlösung

    © Foto : Anna Zhukova © Sputnik / Rusalina Dmitrijewa © Flickr / Rodrigo Soldon
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    Aufgrund des großen Tourismusstroms rufen die populärsten italienischen Städte Venedig, Florenz und Capri zu einer Reduzierung der Touristenzahlen auf. Über die aktuelle Lage in der Tourismusbranche hat Evelina Christillin, Präsidentin der italienischen Zentrale für Tourismus ENIT, mit Sputnik gesprochen.

    Wegen der instabilen Situation in der Welt verbringen Italiener ihren Urlaub lieber im Heimatland, wogegen es immer mehr ausländische Touristen vorziehen, nach Italien zu reisen. Elf Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von Italien macht der Tourismus aus und zwölf Prozent der Bevölkerung sind in der Tourismusbranche tätig.

    Während Italien vom Tourismus profitiert, stehen viele italienische Städte unter Druck. Die Einwohner ertragen Unbequemlichkeiten, viele alte Sehenswürdigkeiten zerfallen und aus Touristenspaß verwandeln sich Museumsexponate in einen Disneyland Park.

    Die einzige Möglichkeit für die Änderung dieser negativen Tendenz bestehe in einer Aufenthaltsbegrenzung für Touristen in den italienischen Städten, so Christillin. Ihr zufolge ist es notwendig, die Konzentration der Touristen in der Sommersaison zu verringern und den Touristen weniger bekannte Kurorte anzubieten.

    Wie Christillin sagte, kann das in der vorigen Woche zwischen der Assoziation der italienischen Kleinstädte und den UNESCO-Webseiten geschlossene Abkommen über die Verbreitung von Informationen über die kleinen Städte dabei sehr hilfreich sein.

    Dabei merkte die ENIT-Präsidentin an, nach dem Zugunglück in Apulien solle das Verkehrsmittel modernisiert werden. Um ein gemütliches Ambiente für alle Touristen zu schaffen, solle die ganze Infrastruktur, darunter auch im Süden Italiens, verbessert werden, so Christillin abschließend.

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    Tags:
    Sehenswürdigkeiten, Tourismus, Italien