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23:33 16 Oktober 2019
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    Olympia-Sommer in Rio

    Nach Dopingskandal: Disqualifikation gleich Konkurrenzbeseitigung – Olympia-Siegerin

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    Laut der kasachischen Olympia-Siegerin von 2000 in Sydney, der Leichtathletin Olga Schischigina, sind auch Gewichtheber aus Kasachstan sowie Sportler aus anderen GUS-Staaten, also aus mit Russland befreundeten Ländern, beim Doping erwischt worden.

    Sie ist der Ansicht, dass gerade bei der Leichtathletik die Russen die meisten Medaillen gewinnen würden. Mit der Olympia-Sperre für die russischen Leichtathleten „haben sie einen wunden Punkt getroffen“, betonte sie. Die Sportler gerade dieser Sportart würden darüber hinaus ohnehin für den längsten Zeitraum disqualifiziert.

    „Warum Leichtathletik? Weil bei anderen Sportarten eine Disqualifikation für sechs Monate festgelegt ist, aber bei der Leichtathletik sind das zwei Jahre. Sie beseitigen also die Konkurrenz“, sagte Schischigina.

    Ihr zufolge wird Russland in jedem Fall seine Schuld dementieren. „Dafür ist jetzt vor Rio keine Zeit mehr. Ich bin fest davon überzeugt, dass Russland das nicht ohne Antwortreaktion lassen wird", sagte die Olympia-Siegerin abschließend.

    Auch der kirgisische Leichtathletikverband  reagiert auf die Bestätigung der Sperre für Rio de Janeiro durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS. Seine Unterstützung für die russischen Athleten äußerte der Generalsekretär des Verbandes, Iwan Schtscherbakow.

    „Der Dopingskandal ist weit hergeholt. Ich bin der Meinung, dass das einfach ein Instrument für die Schaffung eines Präzedenzfalles  ist", sagt er.

    Obwohl das letzte Wort noch nicht gesprochen sei, sei die Frage der Sperre für die Leichtathleten aus Russland  bereits entschieden, so Schtscherbakow.

    „Ich unterstütze die russischen Sportler und sage ihnen: Lasst den Kopf nicht hängen! Alles ist noch vor euch, das sind nicht die letzten Spiele, bei denen ihr eure Kraft und euer Potential zeigen könnt. Jedoch unterstütze ich keine Äußerungen bezüglich eines Olympiaboykotts. Ich glaube, hier muss man Ausdauer und Geduld  aufbringen und auf keine Provokation eingehen“, so der Generalsekretär.

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    Tags:
    Olympische Spiele in Rio de Janeiro, Internationaler Sportgerichtshof CAS, Kirgistan, Kasachstan