22:53 22 November 2017
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    Münchner Polizei nach der Schießerei im Olympiaeinkaufszentrum

    Polizei: Fünfter Jahrestag - "fast auf der Hand liegende" Verbindung zu Breivik-Fall

    © AFP 2017/ Tobias Hase
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    Der mutmaßliche Todesschütze von München hat sich intensiv mit dem Thema Amok beschäftigt, wie der Münchener Polizeipräsident Hubertus Andrä auf der Pressekonferenz am Samstag mitteilte. Am Freitag jährte sich zudem das Breivik-Massaker in Norwegen zum fünften Mal.

    "Wenn sich jemand so intensiv mit diesem Thema beschäftigt, liegt eine Verbindung zum Fall Breivik ‚fast auf der Hand‘“, hieß es am Samstagmittag aus München.

    Gleichzeitig betonte der Polizeichef mehrmals, dass der Tag der Schießerei von München mit dem fünften Jahrestag des Breivik-Blutbads in Norwegen zusammenfiel. 

    Bei einer Schießerei am Freitagabend am Münchner Olympia-Einkaufszentrum sind nach Polizeiangaben zehn Menschen ums Leben gekommen, darunter der mutmaßliche Täter. 27 weitere Menschen wurden verletzt. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 18-Jährigen Deutsch-Iraner. Die Motive des Täters sind bisher unklar. Er soll alleine gehandelt haben. 

    Anders Behring Breivik beging am 22. Juli 2011 Terroranschläge im Regierungsviertel von Oslo und auf der Insel Utøya, bei denen er 77 Menschen töte, überwiegend Teilnehmer eines Zeltlagers der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF. Der Attentäter wurde zu 21 Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

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    Tags:
    Schütze, Pressekonferenz, Hubertus Andrä, Anders Behring Breivik, Norwegen, Deutschland
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