18:47 29 November 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    2021023
    Abonnieren

    Kyle Mizokami hat sich vorgestellt, wie eine militärische Auseinandersetzung zwischen dem russischen Atomkreuzer „Kirow“ und dem US-Kampfschiff USS Iowa aussehen könnte. In einem Beitrag für die Zeitschrift „The National Interest“ modelliert der Militärexperte „die größte Seeschlacht seit dem Zweiten Weltkrieg“.

    Die „Kirow“ (heute „Admiral Uschakow“) ist laut dem Szenario mit 20 Seezielflugkörpern vom Typ Granit bewaffnet und durch ein vielschichtiges Abwehrsystem geschützt. Die USS „Iowa“ (BB-61)  führt drei Drehringlafetten und 16 Harpoon-Seezielflugkörper mit. Die beiden Schiffe lokalisieren sich gegenseitig auf einer Distanz von 500 Kilometern. Diese Entfernung nivelliert laut Mizokami den Hauptvorteil der USS„Iowa“: Ihre Marschflugkörper vom Typ Tomahawk sind gegen die „Kirow“ nutzlos.

    Als nächstes feuert der russische Kreuzer alle seine 20 Seezielflugkörper gegen seinen Gegner ab und tritt sofort den Rückzug an: Seine Angriffswaffen außer zwei 130-mm-Kanonen sind bereits verbraucht. Und die besonders im Nahgefecht effektiven Kanonen einzusetzen, ist riskant, weil die USS „Iowa“ sehr gut gepanzert ist.

    Dem weiteren Plan zufolge fallen zwei vom Kreuzer abgeschossene Seezielflugkörper ins Meer, das heißt, es bleiben nur noch 18 Seezielflugkörper. Trotzdem wird die Aufgabe der „Iowa“ nicht leichter: Sie hat nur zwei Nahbereichsverteidigungssysteme vom Typ Phalanx CIWS, ein SLQ-32-System zur elektronischen Kampfführung und eine Abwurfvorrichtung für Düppel und Täuschkörper vom Typ Mark 36 SRBOC, um die Granit-Seezielflugkörper noch zum Absturz zu bringen.

    Der Experte kann nach eigenen Worten nicht vorhersagen, wie viele Raketen durch das Abwehrsystem der „Iowa“  dringen könnten. Im Rahmen des Szenarios müssen aber neun Seezielflugkörper vom Typ Granit ihr Ziel erreichen.

    Der russische Kreuzer „Admiral Uschakow“ (Kirow)
    © Foto : Russlands Verteidigungsministerium
    Der russische Kreuzer „Admiral Uschakow“ ("Kirow")

    „Wollen wir annehmen, dass eine der Drehringlafetten beschädigt worden ist. Es gibt also nur noch eine, und die Motoren sind funktionstüchtig. Drei 406 mm-Kanonen sind genug, um die „Kirow“ zu vernichten, aber sogar unter positiven Umständen ist die „Iowa“ nur anderthalb Knoten schneller als der russische Kreuzer, deswegen kann das amerikanische Schiff seinen russischen Gegner aus einer Distanz von 500 Kilometern nicht einholen“, so Mizokami.

    Die Chancen des US-Schiffes vergrößern sich auch dann nicht, wenn es sich dem russischen Kreuzer nähert. Die „Iowa“ muss sich in diesem Fall wenigstens auf 107 Kilometer nahekommen, um 16 Seezielflugkörper vom Typ Harpoon abfeuern zu können, aber deren Zahl ist zu gering, um das Ziel durch das dreischichtige Abwehrsystem zu erreichen.

    Die einzige Distanz, auf der die „Iowa“ die russische „Kirow“ versenken könnte, beträgt 32 Kilometer,  so nahe würde der russische Kreuzer seinen Feind nie heranlassen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Nato-Manöver Sea Breeze 2016: US-Zerstörer in Richtung Ukraine ausgelaufen
    Russland plant neue Atom-Zerstörer: „Präsenz in abgelegenen Regionen der Welt“
    Feuerball rast am Himmel über West-Japan hinweg - Video
    Europa als „Gaskammer von Soros”: Ungarischer Museumsleiter nennt Polen und Ungarn „die neuen Juden”
    Tags:
    Kampf, Schiffe, USA, Russland