12:25 26 Januar 2020
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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    Rund 300 Flüchtlinge, die zu Fuß rund 200 Kilometer von Belgrad in die Stadt Subotica an der Grenze zu Ungarn zurückgelegt haben, sind in den Hungerstreik getreten, wie das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) mitteilt. Sie fordern damit die Öffnung der ungarischen Grenze.

    Laut dem UNHCR sind hauptsächlich Afghanen und Pakistaner unter den Hungerstreikenden. Die ungarische Grenze bleibe jedoch geschlossen, weil Budapest zuvor an den meisten Grenzabschnitten einen Zaun gegen das illegale Eindringen von Flüchtlingen gebaut hatte. 

    Beim ungarischen Grenzschutz sind neben Grenzbeamten selbst auch Soldaten und Polizisten im Einsatz. Auch Serbien stellte Militärangehörige und Polizisten für gemeinsame Patrouillen an der Grenze bereit. 

    Im Jahr 2017 werden dem UNHCR zufolge 40 Prozent der Flüchtlinge aus Syrien, elf Prozent aus dem Sudan, zehn Prozent aus Afghanistan und neun Prozent aus der Demokratischen Republik Kongo kommen. 

    Die Zuwanderungskrise in Europa hatte sich 2015 im Zusammenhang mit dem steigenden Einwanderungsstrom aus Nordafrika, dem Nahen Osten sowie aus Zentral- und Südasien zugespitzt. In einem Jahr sind offiziellen Angaben zufolge rund 1,8 Millionen Migranten nach Europa gekommen. Experten zufolge handelt es sich um die größte Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg.

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    Tags:
    Hungerstreik, Migranten, Uno, Flüchtlingshilfswerk UNHCR, Naher Osten, Nordafrika, Europa, Serbien, Syrien, Ungarn